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Kinderschutz

Bezirksämter in Hamburg legen Kinderschutzbericht 2012 vor

Drei Kinder halten sich im Arm.

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff hat am 17. Dezember 2013 in Wandsbek den siebten Kinderschutzbericht der Hamburger Bezirke vorgestellt. Der Jahresbericht 2012 unterscheidet sich von den vorherigen. In diesem Bericht stehen inhaltliche Veränderungen im Vordergrund und nicht die Zahlen.

Innerhalb der Jugendhilfe 2012 hat sich aufgrund eines tragischen Todesfalls einer elfjährigen in einer Pflegefamilie einiges geändert. Unter anderem fand eine Überprüfung aller Pflegeverhältnisse vor allem in Hinblick auf Suchterkrankungen und Straftaten statt. Ein Lageplan zur Situation im ASD wurde erstellt. Zudem wurde ein umfangreiches Qualitätsentwicklungssystem beschlossen. Welches erreichen soll, dass alle vorhandenen Regelungen und die  in JUS-IT hinterlegten Prozesse übersichtlich aufbereitet und hamburgweit einheitlich zur Anwendung kommen. Im Mai 2012 wurde eine neue Computersoftware (JUS-IT) im Jugendamt eingeführt. Auch das Inkrafttreten des neuen Bundeskinderschutzgesetzes führt dazu, dass der Bericht den Schwerpunkt auf die inhaltlichen Themen legt.

Die Anliegen, die insgesamt im Jahr 2012 eingegangen sind, sind deutlich angestiegen. So ist die Zahl von 28.617 im Jahr 2011 auf 33.825  im Jahr 2012 gestiegen. Dieser Anstieg hängt damit zusammen, dass es bisher keine einheitliche Definition zu einem Anliegen, einer Klärungsphase und einem Fall gibt. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit der Entwicklung einheitlicher Definitionen befasst. Ein weiterer Grund besteht in der Einführung des neuen Systems JUS-IT. Dieses integriert die Fachkräfte des Kinder- und Jugendnotdienstes, die nun ihre Anliegen direkt in das System eingeben. Zudem ist eine elektronische Schnittstelle mit dem System der Polizei mit der Einführung von JUS-IT entstanden. Daher gehen alle Meldungen von der Polizei als Kindeswohlgefährdung ein.Die Anliegen in dem Bereich der Kindeswohlgefährdung sind um knapp 20 Prozent gestiegen. Dies hängt ebenfalls mit den oben genannten Gründen zusammen.

Der Kinderschutzbericht 2012 steht als Download unter http://www.hamburg.de/contentblob/4240884/data/download-kinderschutzbericht-2012.pdf (653 KB) zur Verfügung.

Quelle: Landesregierung Hamburg vom 17.12.2013

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