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Kinderschutz / Sozialpolitik

Bayern: Neues Gesamtkonzept zur Prävention und Intervention

Eine Frau hält ihren Arm ausgestreckt und zeigt symbolisch mit ihrer Hand "Stop! Aufhören!".
Bild: © Erwin Wodicka - Fotolia.com

Von Gewalt betroffene Frauen sollen in Bayern künftig noch besser geschützt werden. In Zusammenarbeit mit den Kommunen und Verbänden wird ein Gesamtkonzept zur umfassenden Erneuerung aller Präventions- und Interventionssysteme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder erarbeitet.

Frauen und Kinder, die Gewalt erleben und ertragen mussten, sollen in Bayern durch ein neues Gesamtkonzept noch besser geschützt werden. Das ist das erklärte Ziel von Bayerns Sozialministerin Emilia Müller: "Von Gewalt betroffene Frauen brauchen unsere Hilfe. Ein bedarfsgerechtes Unterstützungssystem - ausreichend Plätze in Frauenhäusern, eine gute Personalausstattung und auch Verbesserungen bei den Fachberatungsstellen und Notrufen - liegt mir daher sehr am Herzen. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an einem Gesamtkonzept für umfassende Verbesserungen."

Derzeit werden in Arbeitsgruppen die verschiedenen Komponenten überarbeitet, Ansätze überprüft und unterschiedliche Vorstellungen angeglichen: "Hierbei kooperieren wir eng und gut mit der Freien Wohlfahrtspflege und auch den kommunalen Spitzenverbänden. Denn die Landkreise und kreisfreien Städte sind es, die für die bedarfsgerechte Versorgung zuständig sind. Alle Beteiligten eint der Wille, hier Verbesserungen zu erreichen", so die Ministerin.

Eine derart umfassende Erneuerung aller Präventions- und Interventionssysteme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern ist kein Schnellschuss. Das neue Gesamtkonzept soll eine langfristig tragfähige Grundlage bieten und das seit über zwanzig Jahren im Wesentlichen unveränderte System der Frauenhäuser und Fachberatungsstellen an die Erfordernisse der Gegenwart anpassen. "Deshalb wird das Konzept sorgfältig erarbeitet und mit allen Beteiligten abgestimmt. Es soll schließlich zu echten und dauerhaften Verbesserungen führen", so Müller.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 31.08.2017

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