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Kinderschutz / Gesundheit

Aktionstag "Vergiftungsschutz für Kinder im Haushalt" am 20. März

"Chemikalien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Jeder von uns verwendet sie als Waschmittel, Reiniger, Lack und Lösemittel in Haushalt, Freizeit und Beruf", so Christine Haderthauer.

"Umso erschreckender ist, dass diese Alltagshelfer eine ernste Gefahr für die Gesundheit unserer Kinder darstellen: Jährlich erleiden in Deutschland 100.000 Kinder und Jugendliche Vergiftungsunfälle. Diese Zahl macht deutlich: Haushaltschemikalien gehören nicht in Kinderhände! Mir als Familienministerin ist ganz besonders wichtig, dass alle Eltern mit unserer neuen Wanderausstellung zur Kennzeichnung von Chemikalien wertvolle Tipps bekommen, wie sie ihre Kinder vor Gefahren schützen können", so weiter Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer heute in München mit Blick auf den Aktionstag zum Vergiftungsschutz für Kinder im Haushalt am kommenden Samstag, 20. März 2010. 

Haderthauer weiter: "Aber nicht nur die in Waschmitteln oder Reinigern enthaltenen Chemikalien können für unsere Kinder gefährlich werden - auch die jetzt zunehmend als Partygag in Mode kommenden Knicklichter können zu Vergiftungsunfällen führen, wenn die darin enthaltenen Chemikalien austreten und verschluckt werden. Leider sind unsere Eingriffsmöglichkeiten bei Knickleuchten, die gefährliche Chemikalien enthalten, aufgrund der neuen EU-REACH-Verordnung eingeschränkt. Es kann aber nicht sein, dass unsere Kinder wegen einer unzureichend formulierten Regelung die Leidtragenden sind! Hier muss die EU nachbessern. Ich fordere deshalb eine klare Regelung, die gefährliche Chemikalien in solchen Gegenständen verbietet - einen entsprechenden Vorschlag hat mein Ministerium der Europäischen Chemikalienagentur vorgelegt!"

Gerade weil Chemikalien immer wieder zu Unfällen führen, müssen sie zur Warnung vor Gefahren gekennzeichnet sein. Hier gibt es eine wichtige Neuerung: Die orangefarbenen Gefahrensymbole werden seit diesem Jahr schrittweise durch weltweit einheitliche Symbole ersetzt. Die Wanderausstellung 'Schutzschild - Chemikalienkennzeichen im Alltag' des Familienministeriums informiert über Gefahren, die von Chemikalien ausgehen und gibt Tipps, wie man sich und seine Kinder schützen kann. Sie ist noch bis 29. März im Deutschen Museum zu sehen, danach vom 12. April bis 3. Mai bei der TÜV Rheinland LGA in Nürnberg und vom 10. Mai bis 8. Juni bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg. Nähere Information sind zu finden unter www.schutzschild.bayern.de