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Flucht und Migration / Europa

Wie helfen EU-Programme bei der Integration von Flüchtlingen?

Pflanzen die aus Stapeln von Münzen wachsen
Bild: © BillionPhotos.com - Fotolia.com

Die Zahl der neuen Asylsuchenden sinkt, doch die Herausforderung der Integration bleibt: Wie in allen Mitgliedstaaten können auch in Deutschland Behörden und private Träger EU-Hilfen für die Integration von Flüchtlingen bekommen. Wie das konkret vor Ort aussehen kann, zeigt ein neuer Überblick über die verfügbaren Programme.

Die EU ist eine Verantwortungsgemeinschaft, bei der unterschiedlichen Ebenen zusammenwirken müssen: Es gibt Aufgaben für die kommunale, die regionale, die Bundesebene aber auch für die EU. So stehen für Behörden und private Träger unterschiedliche Fonds zur Verfügung, um EU-Hilfen für die Integration von Flüchtlingen zu bekommen.

Besonders bekannt ist der Europäische Sozialfonds (ESF). Doch dieser ist nicht die einzige Hilfe der Europäischen Union für Flüchtlinge.

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Für Deutschland stehen bis 2020 aus dem ESF  7,4 Mrd. Euro bereit. Dieses Geld kann unter anderem genutzt werden, um die Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu unterstützen.

Sprachkurse für Asylsuchende, deren Asylverfahren noch läuft, fördert z.B. das Landesprogramm "Deutschkurse für Flüchtlinge" in Brandenburg mit 2 Mio. Euro. Das Geld für die Kurse kommt auch aus dem ESF.

Der Europäische Asyl-, Integrations- und Migrationsfonds (AMIF)

Die Ziele dieses Fonds sind bessere Asylverfahren, höhere Aufnahmekapazitäten und auch die dauerhafte Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer. Aus diesem Fonds bekommt Deutschland bis 2020 ca. 400 Mio. Euro.

Um Geld aus diesem Fördertopf kann sich jedes passende Projekt bewerben, egal ob von Kommunen, kirchlichen oder sozialen Trägern oder eingetragenen Vereinen. Bezahlt werden davon zum Beispiel neue Unterkünfte.

Kulturprogramm "Kreatives Europa"

Projekte zur Integration von Flüchtlingen können jetzt auch über das europäische Kulturprogramm "Kreatives Europa" gefördert werden. Die Projekte sollen Flüchtlinge dabei unterstützen, soziale Kontakte zu knüpfen und sich auszudrücken, auch wenn sie die Sprache des Aufnahmelandes nicht beherrschen. Verbessert werden sollen auch Respekt und Verständnis für Vielfalt, interkulturelle Kompetenz, demokratische Werte und Bürgerbeteiligung.

Antragsberechtigt sind Einrichtungen und Organisationen, die im Kultur- und Kreativsektor tätig sind. An den Konsortien können als Partner auch Organisationen anderer Sektoren beteiligt sein, wie dem öffentlichen Sektor oder dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Unterstützung Dritter darf 60.000 Euro nicht überschreiten. Europaweit werden acht bis zwölf Projekte mit je 100.000 bis 200.000 Euro unterstützt. Einreichfrist ist der 28. April 2016. Zu dem Aufruf informieren und beraten die Creative Europe Desks Deutschland.

Ausführliche Übersicht über die EU-Fonds

Nähere Informationen zur Flüchtlingsintegration durch ESF, AMIF und weitere EU-Fonds erhalten Interessierte in dieser ausführlichen Übersicht:
"Flüchtlingskrise: Wie die EU Deutschland bei der Integration von Flüchtlingen hilft "

Quelle: Europäische Kommission vom 08.04.2016.

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