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Migration / Sozialpolitik

Stipendienprogramm START: Zentrale Bedeutung von Bildung für Integration

Schülergruppe lernt gemeinsam
Bild: © Christian Schwier - fotolia.com

Der Hessische Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, nahm am 10. Juni an dem traditionellen Gespräch der 75 START-Stipendiaten des aktuellen Jahrgangs auf dem Hessentag in Rüsselsheim teil. Bei den Stipendiaten handelt es sich um Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zwischen der 9.-13. Jahrgangsstufe.

"Über die große Anzahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten bei unserem diesjährigen Traditionstreffen freue ich mich wieder sehr. Ich empfinde es immer als sehr wohltuend, so viele talentierte junge Menschen zu sehen, die unserem Land gut tun", betonte der Staatssekretär, der bereits zum vierten Mal die hessischen START-Stipendiaten zu einem Gespräch traf.

Toleranz in religiöser, politischer, kultureller und sozialer Hinsicht

Für eine gelingende Integration habe die Bildung die zentrale Bedeutung. Das gelte natürlich für die Sprache als Kommunikationsmittel, aber gerade auch für die formalen Bildungsabschlüsse, die die Voraussetzung für die Karrieren am Arbeitsmarkt sind. "Sie sind als START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nicht nur wichtige Multiplikatoren, sondern gerade auch ein Stück weit "Vorbilder" für Ihre Altersgenossen und auch für die jeweilige Community. Deshalb kann ich Sie nur ermuntern, den eingeschlagenen Weg fortzusetzten und mit einem guten Schulabschluss die weitere Qualifikation in Angriff zu nehmen", erklärte Dreiseitel.

Fast 50% der unter 6-Jährigen in Hessen haben MIgrationshintergrund

"Vielfalt ist gut für unsere Gesellschaft, Hessen war und ist ein Land der Vielfalt. Talente, Potenziale und Kompetenzen. Sie sind ein sehr gutes Beispiele für diese Vielfalt! Über ein Viertel aller Hessinnen und Hessen haben einen Migrationshintergrund; bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind es sogar 41 Prozent; bei den unter 6-jährigen nahezu die Hälfte. Vielfalt ist also Realität in Hessen, ist auch Normalität", sagte Dreiseitel. "Ich bin sehr froh darüber und stolz darauf, dass die Hessische Landesregierung nicht nur in der Integrationspolitik, sondern auch im Bereich der Antidiskriminierung so engagiert ist und damit für Werte wie Akzeptanz und das Recht auf Gleichbehandlung für alle Menschen in Hessen steht", so der Staatssekretär.

Die START-Stiftung ist ein Projekt der Hertie-Stiftung und steht unter dem Motto "Wir geben der Integration ein Gesicht". Mit der Unterstützung der Stipendiaten auf ihrem Weg zur Fachhochschulreife oder zum Abitur soll gezeigt werden, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland willkommen sind und hier erfolgreich ihren Weg gehen sollen. Im Rahmen des Programms werden die jungen Menschen ermutigt, aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie sollen neben der Vorbildfunktion für andere Migranten auch Vermittler zwischen Zuwanderern und der deutschen Bevölkerung sein.

Bewerber für dieses Programm sollen in der Regel von einem Lehrer vorgeschlagen sein, sich in der Schule oder außerhalb für andere oder für ein Projekt engagieren, ein starkes und bemerkenswertes Persönlichkeitspotential und gute Schulleistungen haben.

Weitere Informationen: Start-Stiftung

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 10.06.2017

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