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Flucht und Migration

START-Programm nimmt im Saarland 10 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten auf

Ob als Schulsprecher, Pate für jüngere Schüler oder Nachhilfelehrer – gesellschaftliches Engagement steht bei ihnen ganz oben. Aus diesem Grund werden zehn Jugendliche aus dem Saarland offiziell in das START-Stipendienprogramm für engagierte und leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen.

START unterstützt die Stipendiatinnen und Stipendiaten ab der 9. bzw. 10. Klasse auf ihrem Weg zum Abitur – mit einer materiellen und einer intensiven ideellen Förderung. Das START-Programm wird im Saarland aktuell von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH gemeinsam mit der ASKO EUROPA-STIFTUNG und dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes sowie u. a. folgenden weiteren Förderern unterstützt: Bank 1 Saar, Europäische Akademie Otzenhausen, MTG Lager & Logistik GmbH, Rotary Club Homburg-Zweibrücken, SaarLB, Stiftung Europrofession.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten ihre Aufnahmeurkunden aus den Händen von Bildungsminister Ulrich Commerçon. „Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund durch START Saar bringt Chancengleichheit im Bildungssystem voran. Bildung ist der Schlüssel für die Teilhabe an Gesellschaft und Wirtschaft. Wer auf dieser Basis später eine qualifizierte Tätigkeit ausüben wird, findet seinen Platz in der Gesellschaft und nimmt an ihrer Entwicklung teil“, betont der Minister anlässlich der Feier im Bildungsministerium.

Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, ergänzt: „Die Jugendlichen, die bereits als Zugangsvoraussetzung für das Stipendium gesellschaftliches Engagement mitbringen, entwickeln ihre Persönlichkeit sowie ihre Kompetenzen in einem vielfältigen Bildungsprogramm weiter und übernehmen in eigenen Projekten Verantwortung. Sie wachsen in ihre Rolle als Mitgestalter unserer Gesellschaft hinein und sind so Vorbilder für andere Jugendliche.“

Die Umsetzung des START-Programms ist maßgeblich von dem Engagement der weiteren Projektpartner abhängig, die finanzielle und auch ideelle Unterstützung leisten. Direktor Klaus Bingel, SaarLB, erläutert im Namen der weiteren Förderer von START Saar: „Was START so förderungswürdig macht, ist der besondere Einsatz für Jugendliche im Saarland. Die Weiterentwicklung der Region ist uns als Förderern wichtig, gerade auch wenn es um die Bereiche Bildung und Kultur und insbesondere die Förderung grenzüberschreitender Kompetenzen geht.  Deshalb unterstützen wir das START-Programm sehr gerne.“

Die Schülerinnen und Schüler erhalten bis zum Erreichen des Abiturs eine materielle Unterstützung in Form von monatlich 100 Euro Bildungsgeld und einen Laptop mit Drucker. Einen großen Stellenwert nimmt die ideelle Förderung ein: verpflichtende Bildungsseminare aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Demokratie, Medien- und interkulturelle Kompetenz, Präsentationstechniken sowie frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem, wirtschaftlichem und sportlichem Schwerpunkt, Ferienakademien und ein jährlicher START-SommerCampUs. Diese Angebote sollen sowohl ergänzend zur Schulbildung wirken, aber auch die Persönlichkeitsbildung positiv beeinflussen. Zusätzlich werden Besuche von Kulturveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Arbeitsgemeinschaften sowie Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung organisiert.

Der neue START-Stipendiatenjahrgang 2013/2014 im Saarland
Bei den Neustipendiaten handelt es sich um sieben Mädchen und drei Jungen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Ihre Herkunftsländer sind: Armenien, Kosovo, Libanon, Moldawien, Polen, Rumänien, Russland, Sri Lanka und Türkei. Sie wohnen aktuell in Gersheim, Homburg, Lebach, Merchweiler (Wemmetsweiler), Merzig, Mettlach (Tünsdorf), Saarbrücken und Spiesen-Elversberg.

Die jetzt aufgenommenen Schülerinnen und Schüler bilden den achten Stipendiatenjahrgang im Saarland. Insgesamt befinden sich hier momentan 34 Jugendliche in der START-Förderung. Das Ziel, das Abitur, haben in diesem Jahr 14 Stipendiatinnen und Stipendiaten erreicht. Mit ihnen zählt das Saarland bereits 37 START-Abiturienten, die weiterhin bei den START-Alumni intensiv vernetzt sind.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahre 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen etwa 120 Kooperationspartner das Programm – Stiftungen, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2013/2014 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus etwa 80 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Ehemaligen profitier(t)en knapp 1.800 Schüler  von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes vom 01.10.2013