Junge Flüchtlinge / Ganztagsbildung

Premiere des Dokumentarfilms „Weltklasse“ über die Integration von Geflüchteten in der Schule

Zwei Schülerinnen und ein Schüler unterschiedlicher Herkunft sitzen an einem Tisch und lernen.
Bild: © luckybusiness - Fotolia.com

Am 19. September findet in Wuppertal die Premiere der Dokumentation „Weltklasse“ über die Integration von Geflüchteten in der Schule statt. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei. Im Anschluss an die Filmaufführung findet eine Publikumsdiskussion statt. Ab der Premiere ist der Film deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD erhältlich.

Millionen Kinder und Jugendliche fliehen weltweit vor Gewalt, Hunger und Perspektivlosigkeit. Wer in Deutschland ankommt, hat das Recht auf Bildung. Der Schulbesuch bedeutet für die jungen Migrant(inn)en das „Ticket in die Zukunft“.

Zwei verschiedene Integrationsmodelle

Der Film zeigt die zwei verschiedenen Integrationsmodelle: Das Prinzip der Seiteneinsteigerklasse, in der zunächst Zuwandererkinder unter sich Deutsch lernen, um anschließend mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen in die Regelklassen zu wechseln, und das Prinzip des direkten Einstiegs in die „normale Klasse“.

In der Freien Waldorfschule in Velbert hat die 10. Klasse vor anderthalb Jahren sechs neue Schüler aus Syrien, Afghanistan und Nigeria aufgenommen. Viele von ihnen fallen durch eine hohe Motivation beim Lernen auf, einige wollen schon bald den Schulabschluss erreichen. Allerdings spricht niemand von ihnen bei der Ankunft Deutsch und manche sind noch nicht alphabetisiert. Das stellt Lehrer/-innen und Mitschüler/-innen vor neue Herausforderungen.

In der Internationalen Klasse der Gesamtschule Else Lasker-Schüler in Wuppertal lernen geflüchtete Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren zunächst in einer Art „Schonraum“. Manche von ihnen sind offensichtlich traumatisiert und sehr still. Andere beteiligen sich stärker am Unterricht, helfen den Neuen und wechseln bald in die gemischte Regelklasse.

Gelingende Integration in der Schule

Der Dokumentarfilm begleitet Schüler/-innen und Lehrer/-innen und zeigt auf, wie Integration in der Schule gelingen kann. Der Film ermutigt Lehrkräfte, Schulbehörden, Eltern oder Schüler/-innen, die sich mit der neuen Situation im Klassenzimmer überfordert fühlen.

Bonusfilme

  • Aller Anfang ist schwer – Die 9-jährige Valentina aus Italien ist neu in der Katholischen Grundschule Am Stadion und kennt weder die Kinder noch die Sprache.
  • Ein geschützter Raum – In der Internationalen Klasse der Pina-Bausch-Gesamtschule lernen die SchülerInnen neben der deutschen Sprache auch Vertrauen aufzubauen – zu den Lehrkräften, ihren neuen Freund(inn)en und zu sich selbst.
  • Experteninterview mit Siegmar Schnabel vom Kommunalen Integrationsamt Wuppertal über die Rolle der Schule bei der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

Informationen zur Vorführung

Der Dokumentarfilm wird am 19.09. um 19:30 Uhr im CinemaxX Wuppertal (Bundesallee 250) gezeigt.

Kartenreservierungen können online beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden.


Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden. Der Film wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben.

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e.V. vom 08.09.2017

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