Junge Flüchtlinge / Digitalisierung und Medien

„Open Minds – Channel for young Refugees“: Videoprojekte stärken Integrationspotenzial

Eine Theatergruppe auf der Bühne
Bild: © Scott Griessel - Fotolia

Der Bevollmächtigte der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, nahm am 13. Dezember an der Aufführung des Pilotprojekts „Open Minds – Channel for young Refugees (OMCR)“ im Theaterhaus in Frankfurt teil und hob die Bedeutung solcher Unterstützungsangebote für die hessische Integrationspolitik hervor.

„Dieses wichtige Projekt unterstützt geflüchtete Mädchen und junge Frauen bei ihrer Integration und ermöglicht ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, betonte der Staatssekretär. „Gerade sie brauchen aufgrund ihrer spezifischen Lebenssituation besondere Unterstützungsangebote. Es freut mich daher, dass „Open Minds“ in besonderer Weise ihre spezifische Situation in den Blick nimmt und ihr Integrationspotenzial so stärkt“, ergänzte Klose. Der Träger des Projekts ist das Filmhaus Frankfurt e.V.

Weiterentwicklung der hessischen Integrationspolitik

Das Projekt „Open Minds – Channel for young Refugees“ trägt in exemplarischer Weise dem Gedanken der Weiterentwicklung der hessischen Integrationspolitik Rechnung. Das im Rahmen des Landesprogramms ‚WIR‘ geförderte Projekt „Open Minds“ ermöglicht den Teilnehmerinnen, Strategien zur interkulturellen Verständigung zu entwickeln. Es ist ein wichtiges Begegnungsangebot und bietet erste berufsorientierende Unterstützung, zum Beispiel durch die Arbeit mit Mentoringansätzen. Unter dem Motto „meine Welt, deine Welt und unsere Welt“ bietet das Programm die Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch sowie einen Blick hinter die Kulissen der Film- und Medienproduktion. Mit professioneller Unterstützung entwickeln die Teilnehmerinnen Videoprojekte, die Geschichten und Informationen enthalten, die generell für junge Geflüchtete von Relevanz sind.

Landesprogramm WIR

„Mit unserem Landesprogramm WIR unterstützen wir die Integration von Zugewanderten und Geflüchteten durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Das reicht von der Förderung kommunaler Koordinationsstellen und Fallmanagern über Projekte zur Willkommens- und Anerkennungskultur bis zur Förderung niedrigschwelliger Sprachkurse. Dafür stehen Landesmittel in Höhe von 8,85 Mio. Euro zur Verfügung“, betonte Klose. 

Geflüchtete und zugewanderte Frauen und Mädchen sind besonders schutzbedürftig, da sie häufig besonderen Risiken ausgesetzt und von sozialer Ausgrenzung besonders betroffen sind. Um diese Situation zu verbessern, stellte die Landesregierung ab 2017 jährlich zusätzlich 500.000 Euro für die Programmlinie „Förderung modellhafter Vorhaben und Projekte zur Unterstützung der Integration von geflüchteten Frauen“ bereit.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 13.12.2017

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