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Flucht und Migration

NRW: Landesintegrationskongress 2016

Das Bild zeigt Publikum und Mikrophon zur Beteiligung.
Bild: © Vladimir KOLOBOV - Fotolia.com

Auf dem Landesintegrationskongress 2016 "Ankommen in Nordrhein-Westfalen" am 07. April tauschten rund 850 Praktikerinnen und Praktiker Erfahrungen aus und entwickelten gemeinsam neue Ideen zur Integration von Geflüchteten.

"2015 war das Jahr der Unterbringung und Versorgung. Jetzt ist die Zeit des Anpackens. 2016 muss das Jahr der Integration werden", sagte Minister Rainer Schmeltzer zum Auftakt der Veranstaltung.

"Die Integration und Teilhabe von Geflüchteten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das sind große Herausforderungen. Es gibt aber keinen Grund für Pessimismus. NRW ist ein Land mit einer erfolgreichen Einwanderungsgeschichte. Darauf bauen wir auf", so Schmeltzer.

Das Land hat für 2016 insgesamt rund vier Milliarden Euro für Unterbringung und Integration veranschlagt. Mehr als die Hälfte der Summe ist für die Kommunen bestimmt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erklärte zur Eröffnung des Kongresses: "Wer unsere Grundwerte und unsere Gesetze achtet, wer auch mit anpackt, wer die Ärmel hoch krempelt, wer sich vor Anstrengung nicht fürchtet – der ist hier am richtigen Platz, der findet hier Heimat, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Glaubens er ist. Und wer der existentiellen Bedrohung durch Bürgerkrieg, Vertreibung und Gewalt entkommen ist, muss hier Schutz finden und Respekt und Mitmenschlichkeit erfahren. Und dass sie am richtigen Platz sind, das müssen wir die Flüchtlinge durch unser Reden und unser Handeln auch spüren lassen. Dies ist eine Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn sich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und das Engagement von Staat, Wirtschaft, Kirchen und Institutionen ergänzen. Diese Tradition und Praxis der Zusammenarbeit ist unser Land gut gefahren. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Zuwanderung unser Land erneut stärker und lebenswerter macht."

In Solingen diskutierten die Expertinnen und Experten für Zuwanderung und Integration in verschiedenen Fachforen unter anderem darüber, wie sich die Teilhabechancen junger Menschen mit Migrationshintergrund verbessern lassen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen auch der Frage nach, wie Werte besser vermittelt werden können.

Das Land hat aktuell die Broschüre "Demokratie für mich. Grundrechte in Deutschland" aufgelegt. Der rund 30 Seiten starke Leitfaden erscheint in einer ersten Auflage in mehreren Sprachen, unter anderem in Arabisch und Dari (Afghanistan). Der Leitfaden erklärt in einfach gehaltener Sprache, was in Deutschland erlaubt ist und was nicht. Was Gleichberechtigung von Frau und Mann oder Religions- und Meinungsfreiheit bedeuten.

Minister Schmeltzer: "Das ist nach den schrecklichen Ereignissen in der Kölner Silvesternacht ein guter Beginn für eine breit angelegte Wertevermittlung. Es gibt klare Regeln für das Zusammenleben und alle hier lebenden Menschen sind verpflichtet, diese Regeln einzuhalten".

Auf dem Integrationskongress waren über 20 Institutionen und Verbände mit Ständen auf dem "Markt der Möglichkeiten" vertreten. Die Palette zeigt, dass Nordrhein-Westfalen bereits eine bundesweit vorbildliche Integrationsinfrastruktur aufgebaut hat. So verfügen insgesamt 50 Kreise und kreisfreie Städte in NRW über ein Kommunales Integrationszentrum.

Hintergrundinformationen

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales veranstaltete am 7. April 2016 gemeinsam mit der Stadt Solingen den Landesintegrationskongress mit dem Titel "Ankommen in Nordrhein-Westfalen". Der Kongress ist seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument für den Dialog zwischen der Landesregierung, der integrationspolitischen Infrastruktur Nordrhein-Westfalens, der Wissenschaft und Praxis. Der Fokus des Kongresses lag in diesem Jahr auf dem Thema "Integration von Flüchtlingen".

Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vom 07.04.2016

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