Junge Flüchtlinge / Digitalisierung und Medien

Fußball und Integration: Multimediales Bildungsangebot „Refugee Eleven“ ausgezeichnet

Ein Ball im Tor
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In der Webvideo-Serie „Refugee Eleven“ der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb treffen junge Geflüchtete auf ehemalige Profifußballer. Bei der Verleihung des Europäischen CIVIS Medienpreises hat das Projekt den Sonderpreis für „Fußball + Integration“ erhalten. Die bpb bietet zu den Kurzfilmen verschiedene Aktionsmaterialien für die schulische und außerschulische Bildung an.

Die Serie „Refugee Eleven“ besteht aus elf Kurzfilmen, in denen junge, geflüchtete Amateurfußballer aktiven und ehemaligen Profifußballern begegnen, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben. Unter ihnen sind Hertha-Kapitän Vedad Ibišević, Schalke-Legende Gerald Asamoah, der ehemalige BVB-Spieler Neven Subotić und die Ex-Nationalspielerin Fatmire Alushi. Die bpb bietet begleitende Unterrichts- und Aktionsmaterialien zur Serie für die schulische und außerschulische Bildung an.

Projekt transportiert persönliche Geschichten

Die Jury des CIVIS-Preises begründete die Verleihung des Sonderpreises an „Refugee Eleven“ damit, dass die Serie sehr persönliche Geschichten transportiere: „stark interaktiv, klar aufgebaut, visuell sehr überzeugend.“ Das Projekt wurde im Rahmen eines Ideenwettbewerbes der bpb zum Themenfeld „Flucht, Vertreibung, Asyl“ von der Produktionsfirma DOCDAYS Productions eingereicht und zur Umsetzung ausgewählt. Weiterer Kooperationspartner ist der Verein „Lernort Stadion e.V.“. Gemeinsam mit der Webvideo-Serie wird auch der Dokumentarfilm „Heimat Fußball – Refugee 11“ prämiert. Der Langfilm von Jean Boué wurde 2016 ebenfalls von DOCDAYS Productions zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk produziert.

Über den CIVIS Medienpreis

Mit dem Europäischen CIVIS Medienpreis zeichnet die CIVIS Medienstiftung Programmleistungen im Radio, Film, Fernsehen und Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer oder kultureller Herkunft fördern. Am europäischen Wettbewerb 2018 nahmen insgesamt 847 Programme aus 21 EU-Staaten und der Schweiz teil.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 07.06.2018

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