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Flucht und Migration

Deutsche Islam Konferenz startet Jugendwettbewerb

Bundesinnenminister Friedrich spricht vor Deutscher Islamkonferenz
Bild: © Dirk Enters / Deutsche Islam Konferenz Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) ist gestern in Berlin zu ihrer alljährlichen Plenarsitzung zusammengekommen. Im Rahmen der Konfererenz fiel der Startschuss für einen Jugendwettbewerb, der das Ziel verfolgt, erfolgreiche muslimische Karrieren in den Blick zu nehmen.

Im Mittelpunkt stand das Thema "Geschlechtergerechtigkeit als gemeinsamen Wert leben". Zur Vorbereitung wurde im vergangenen Jahr die Projektgruppe "Rollenbilder in muslimischen Milieus" eingerichtet. Ziel war es dabei, die bewusste Auseinandersetzung mit Rollenbildern unter Muslimen zu fördern. Eine weitere Projektgruppe hat Vorschläge erarbeitet, um die Chancen von Musliminnen und Muslimen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu erhöhen.
 
 "Ich danke den Mitwirkenden für ihr Engagement und ihre konstruktive Arbeit", sagte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich zu Beginn der Veranstaltung. "Die Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung halte ich für ein wichtiges Signal. Erstmalig haben sich Muslime unterschiedlicher Herkunft und Religiosität in Deutschland gemeinsam mit staatlichen Vertretern auf einen Text verständigt, der in der Ächtung dieser Praktiken unmissverständlich ist. Die Erklärung ist somit eine wichtige Grundlage für die künftige praktische Arbeit zur Eindämmung von häuslicher Gewalt und Zwangsverheiratung."
 
 Neben der DIK-Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung wurden dem Plenum noch weitere Ergebnisse bzw. Maßnahmen vorgestellt:
 
 - DIK-Fachtagung „Muslime und Arbeitsmarkt - Vielfalt fördern, Potenziale besser nutzen“ nebst einer begleitenden Publikation
 - Zwischenbericht der DIK-Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen"
 - 1. Teil einer Handreichung zu Rollenbildern und rollenbezogenen Fragestellungen
 - "Erfolgsgeschichten" - Jugendwettbewerb der Deutschen Islam Konferenz
 
 Für den letztgenannten Jugendwettbewerb hat Bundesinnenminister Dr. Friedrich den Startschuss auf der Veranstaltung gegeben. Von 19. April bis Ende August dieses Jahres können sich Jugendliche mit einer Text-, Foto- oder Video-Reportage bewerben, wenn sie sich in ihrer Arbeit mit erfolgreichen Berufsbiographien von Musliminnen und Muslimen befassen.
 
 Die DIK-Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen" wird sich künftig neben den Themen islamistischer Extremismus und Antisemitismus insbesondere mit dem Phänomen Muslimfeindlichkeit beschäftigen. Die Tätigkeit dieser Arbeitsgruppe wird im kommenden Arbeitsjahr im Mittelpunkt der Deutschen Islam Konferenz stehen.

Quelle: Bundesministerium des Inneren

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