Junge Flüchtlinge / Migration

BW: Paritätischer empfiehlt Ausbau der Kinderbetreuung bei Sprachkursen

Jugendliche mit Kopftuch und Kopfhören sitzt in einem Klassenraum und schaut konzentriert
Bild: rawpixel.com

Anlässlich der Veröffentlichung des Integrationsmonitorings der Länder, begrüßt der Paritätische Baden-Württemberg ausdrücklich die Zusatzaufwendungen des Landes für Deutschkurse für Geflüchtete. Um Frauen mit kleinen Kindern den Zugang zu Sprachkursen zu erleichtern, empfiehlt der Verband mehr begleitende Kinderbetreuungsangebote im Land.

Im 5. Bericht des Integrationsmonitorings der Länder (Berichtsjahre 2015 – 2017) schneidet Baden-Württemberg beim erfolgreichen Abschluss der Sprachprüfung B1 für Zuwanderer mit 53,9 Prozent am besten ab.

Frauen mit kleinen Kindern bleibt der Zugang zu Sprachkursen oft verwehrt

„Das Ergebnis zeigt, dass sich die Mittel, die das Land in die Sprachförderung für Geflüchtete investiert, lohnen“, erklärt Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Baden-Württemberg. „Allerdings reicht es nicht aus, sich über das gute Abschneiden beim Integrationsmonitoring zu freuen. Gerade Frauen mit kleinen Kindern bleibt der Zugang zu Sprachkursen oft verwehrt, da es an der Kinderbetreuung fehlt. Hier steht das Land in der Verantwortung, begleitende Betreuungsangebote zu schaffen“, so die Vorstandsvorsitzende.

Qualifizierung von Lehrkräften für Alphabetisierungskurse

Zur Zusatzqualifizierung von Lehrkräften zur Durchführung von Integrationskurse mit Alphabetisierung plädiert der Verband für ein ausreichendes, ortsnahes Fortbildungsangebot in Baden-Württemberg. „Es sind überwiegend Frauen, die sich zusätzlich als Lehrkraft für Alphabetisierungskurse weiterbilden lassen. Deshalb müssen diese Qualifizierungskurse direkt vor Ort und familienfreundlich sein“, ergänzt Wolfgramm. Nur so könnten genügend Lehrkräfte ausgebildet und Geflüchteten ausreichend Integrationskurse mit Alphabetisierung angeboten werden.

Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Baden-Württemberg e.V. vom 12.04.2019

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