Junge Flüchtlinge / Sozialpolitik

Bremens Sportdeputation gibt über 16.000 Euro für Integration durch Sport frei

Zwei laufende Füße
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Mit über 16.000 Euro fördert die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport auch dieses Jahr Sportvereine bei Projekten zur Integration durch den Sport.

Den entsprechenden Anträgen der Vereine haben am 14. März die Vertreterinnen und Vertreter der Sportdeputation zugestimmt. Mit dem zusätzlichen Geld können die Vereine ihren eigenen Aufwand, Übungsleiterstunden sowie kleinere und größere Anschaffungen finanzieren.

Insgesamt stehen im Jahr 2017 40.000 Euro zur Verfügung.

"Das Sportamt freut sich also über weitere Anträge aus den Vereinen", sagte Sportsenatorin Anja Stahmann.

Integration von Geflüchteten in Sportangeboten

Die Senatorin weiter: "Viele Flüchtlinge haben die Angebote der Vereine bisher gut angenommen. Für uns hat sich bestätigt, dass der Vereinssport ein ganz wichtiges Instrument in der Integration ist. Deshalb möchten wir auch in diesem Jahr unsere Sportvereine dazu ermutigen, Angebote für Flüchtlinge zu schaffen und Flüchtlinge in ihr Vereinsleben zu integrieren. Manchmal kann ein Paar neuer Ringerschuhe die Basis für das Gefühl schaffen, angekommen zu sein."

Größter Antragssteller war TuRa Bremen, der mit insgesamt 4.200 Euro bei der Integration von Geflüchteten in vier Sportangeboten unterstützt wird. Etwa 15 Geflüchtete nehmen nach Vereinsangaben derzeit regelmäßig am Box- und Fußballtraining teil. Dafür sollen nun zusätzliche Springseile, Medizinbälle und Sandsäcke angeschafft werden. Außerdem möchte der Verein sein Angebot im Kinderturnen ausbauen und neue Kostüme für den kreativen Kindertanz anschaffen. Beide Angeboten werden seit einiger Zeit vermehrt von geflüchteten Kindern und ihren Eltern genutzt.

2.000 Euro bekommt der SAV, um sein Integrationsprojekt "Fußball verbindet" weiterführen zu können. An dem im Juni 2015 gestarteten Projekt nehmen bis zu 25 fußballbegeisterte Flüchtlinge im Alter von zehn bis 47 Jahren teil. Nun soll mit dem Geld ein Trikotsatz angeschafft werden, damit aus der Kickerrunde auch äußerlich eine Mannschaft wird.

Auch die Ringerabteilung des TuS Komet Arsten erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Flüchtlingen. Die Jugendlichen sind größtenteils in ihrer Heimat mit dem Ringersport in Verbindung gekommen, haben Verantwortliche im Verein festgestellt. Damit der ständige Zulauf bewältigt werden kann, unterstützt die Sportsenatorin die Einrichtung einer neuen Ringergruppe und die Anschaffung von zehn Paar Ringerschuhen mit insgesamt 1.900 Euro.

Mit 1.490 Euro wird der SG Stern gefördert, der aufgrund einer verstärkten Nachfrage in Zusammenarbeit mit dem Schloßparkbad in Bremen-Sebaldsbrück einen Schwimmkurs für Flüchtlinge anbieten will. Ziel ist es, dass jeder Flüchtling nach dem Kurs sicher das Schwimmen beherrscht.

Insgesamt hat die Deputation zwölf von 13 Anträgen bewilligt. Neben den genannten Projekten werden außerdem folgende Sportvereine in ihrer Integrationsarbeit unterstützt:

  • Reitclub Sank Georg zu Bremen e.V.: Reitunterreicht mit Flüchtlingen
  • ATSV habenhausen: Interkulturelle Breakdance Veranstaltung
  • TuS International: Karate für Flüchtlinge
  • Christlicher Sportverein "Fit fürs Leben" e.V.: Kampfsport Muray Thai
  • Störtebeker Bremer Paddelsport e.V.: Paddeln im Kajak und Mannschaftscanadier

Weitere Anträge liegen dem Sportamt bereits vor und sind in Bearbeitung.

Quelle: Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport Bremen vom 15.03.2017

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