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Flucht und Migration / Gesundheit

Bericht im Kabinett: Gute medizinische Versorgung für Flüchtlinge

Kind beim Arzt
Bild: © Sura Nualpradid - Fotolia.com

Ob Kinder, Jugendliche oder Schwangere: Die medizinische Versorgung von Asylbewerbern in Deutschland ist auf sehr hohem Niveau gesichert. Es gäbe keine Hinweise auf Engpässe, berichtet Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Die medizinische Versorgung der nach Deutschland eingereisten Asylbewerber war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet – dank der Leistungsstärke des deutschen Gesundheitswesens und des enormen Engagements der zahleichen Helfer. Das berichtete Bundesgesundheitsminister Gröhe dem Kabinett. Das sei auch eine Folge der Neuregelungen, die 2015 in Kraft getreten sind. Und es ist ein Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Erstaufnahmeuntersuchungen

Alle Asylbewerber durchlaufen in den Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften die vorgesehenen Erstaufnahmeuntersuchungen. Die ärztliche Untersuchung hat vor allem übertragbare Krankheiten und Erkrankungen der Atmungsorgane im Blick. Da die Zahl der Asylsuchenden stark zurückgegangen ist, sind inzwischen normale Arbeitsabläufe die Regel.

Impfstoffmengen reichen aus

Asylbewerber können alle Schutzimpfungen erhalten, die in Deutschland vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlen werden. Auf den Internetseiten des RKI sind Aufklärungsmaterialien zu einzelnen Impfungen in 20 Sprachen verfügbar.

Derzeit gibt es in Deutschland ausreichende Impfstoffmengen. Die Asylbewerber nehmen das Impfangebot gut an. Der gebotene Impfschutz wird durchgängig erreicht.

Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Das RKI als zuständige Behörde für die Krankheitsüberwachung und -vorbeugung bestätigt, dass von den Asylbewerbern keine erhöhte Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung ausgeht. Ob Flüchtling oder ansässige Bevölkerung – alle sind grundsätzlich von den gleichen Infektionskrankheiten betroffen.

Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz erleichtert den Ländern, eine Gesundheitskarte an Asylbewerber auszugeben. Acht Bundesländer haben bisher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, in weiteren Bundesländern ist die Einführung geplant.

Seelische Traumata besser behandeln

Ärzte, Psychotherapeuten und psychosoziale Einrichtungen können mittlerweile traumatisierte Flüchtlinge kontinuierlich behandeln. Das ist wichtig, um Versorgungsbrüche zu vermeiden. Im Zuge des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes wurde die Zulassungsverordnung für Vertragsärzte entsprechend geändert. Eine aktuelle Abfrage ergab: Die besseren Behandlungsmöglichkeiten werden genutzt.

Zudem unterstützt die Bundesregierung psychosoziale Zentren und Projekte finanziell. Wie viele Flüchtlinge an einer akut behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung leiden, lässt sich derzeit nicht beziffern.

Mehr Informationen für Asylbewerber

Das Informationsangebot für Flüchtlinge über das Gesundheitswesen ist stetig gewachsen. Ein Beispiel ist die in sieben Sprachen vorliegende Broschüre "Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland" des Bundesgesundheitsministeriums.

Zudem richtet das Gesundheitsministerium ein Internetportal "Migration und Gesundheit" ein. Dort werden Informationen verschiedener Anbieter zentral gebündelt. Dieser erste Schritt soll Ende 2016 erfolgen. Nach und nach wird die Webseite dann ergänzt und weiter ausgebaut.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 21.09.2016