Junge Flüchtlinge / Migration

Asylstatistik: 9,8 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahreszeitraum

Ordner mit der Beschriftung Asylantraege
Bild: © VRD - Fotolia.com

Im Monat Juli 2018 lag die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellten förmlichen Asylanträge bei 15.199 (davon 13.194 Erst- und 2.005 Folgeanträge). Das waren 14,7 Prozent mehr als im Vormonat und 9,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat Juli 2017. Die Top-10 der Staatsangehörigkeiten wurden angeführt von Syrien, Irak und Türkei.

Im bisherigen Jahr (Januar bis Juli) wurden 110.324 förmliche Asylanträge gestellt (davon 96.644 Erst- und 13.680 Folgeanträge), 19.579 weniger (-15,1 Prozent) als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen im Einzelnen:

Aktueller Monat: förmliche Asylanträge und Asylentscheidungen 

Im Juli 2018 wurden beim BAMF 15.199 Asylanträge (davon 13.194 Erst- und 2.005 Folgeanträge) gestellt. Damit ist die Zahl der Asylanträge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1.645 (-9,8 Prozent) gesunken. Gegenüber dem Vormonat stieg die Anzahl der Asylanträge um 1.945 Personen (+14,7 Prozent).
 
Hauptstaatsangehörigkeiten im Juli 2018 waren Syrien (15.199), Irak (3.786), Türkei (1.172), Afghanistan (1.033) und Nigeria (944). Die Monatswerte enthalten keine Nachmeldungen und nachträglichen Berichtigungen. Diese sind nur in den Zahlen des bisherigen Jahres enthalten.
 
Im Monat Juli 2018 hat das BAMF über die Anträge von 13.744 Personen (Vorjahresmonat: 36.901, Vormonat: 14.792) entschieden.  

2.080 Personen (15,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 118 Personen (0,9 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 1.962 Personen (14,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.  

1.449 Personen (10,5 Prozent) ist nach § 4 des Asylgesetzes subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU gewährt worden. Darüber hinaus hat das BAMF bei 476 Personen (3,5 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 4.401 Personen (32,0 Prozent).  Anderweitig erledigt (z.B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.338 Personen (38,8 Prozent).  

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende Juli 2018 bei 57.273 (zum 30. Juni 2018: 52.514; zum 31. Juli 2017: 129.467).

Förmliche Asylanträge und Asylentscheidungen im bisherigen Jahr 2018

Im Zeitraum Januar bis Juli 2018 wurden insgesamt 110.324 förmliche Asylanträge gestellt (davon 96.644 Erst- und 13.680 Folgeanträge), 19.579 (-15,1 Prozent) weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (129.903 Anträge).  

Die Hauptstaatsangehörigkeiten in der Zeit von Januar bis Juli 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren Syrien 27.213 (zum Vergleich Jan - Jul 2017: 28.720), Irak 10.635 (12.506), Afghanistan 7.372 (11.697), Nigeria 7.149 (4.512) und Iran 5.611 (5.571). 

In den Monaten Januar bis Juli 2018 hat das Bundesamt über die Anträge von 138.449 Personen entschieden, 305.910 weniger (- 68,8 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.  

21.504 Personen (15,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.787 Personen (1,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 19.717 Personen (14,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.  

15.542 Personen (11,2 Prozent) erhielten nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 6.639 Personen (4,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach §60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 49.558 Personen (35,8 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 45.206 Personen (32,7 Prozent).  

Weitere Informationen stehen unter www.bmi.bund.de sowie unter www.bamf.de zur Verfügung.

Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vom 03.08.2018

Info-Pool