Junge Flüchtlinge / Migration

160 Jugendliche mit Migrationserfahrung aus 15 Bundesländern erhalten START-Stipendium

Portait eines Junges mit dunkler Hautfarbe, der lächelt
Bild: rawpixel.com

Rund 160 Jugendliche haben ihre Förderung im 3-jährigen Bildungs- und Engagementprogramm der START-Stiftung begonnen. Das Leitmotiv von START ist die Stärkung unserer Demokratie. Der Auftakt fand daher auf historischem Boden in Bonn statt, wo die Arbeit der parlamentarischen Demokratie ab 1949 ihren Anfang nahm. Querdenker, Weitertreiber, Andersmacher – das sind die Jugendlichen, die von der START-Stiftung drei Jahre vor allem ideell sehr intensiv gefördert werden.

Die 16-jährige Siham Zaian hat marokkanische Wurzeln und lebt in Niedersachsen. Die Stipendiatin erklärt: „Engagement hat sich in vielen Bereichen meines Lebens als unglaublich wichtig herausgestellt. Denn Menschen, egal welchen Gauben und welcher Kultur sie angehören, oder, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, sie alle haben eine Stimme. Und diese Möglichkeit sollte genutzt werden, denn wir legen mit unserer Initiative einen tragenden Stein für die Wahrung der Demokratie.“

START will eine lebendige Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und freiheitliche Werte in einer offenen Gesellschaft stärken.

Junge Menschen mit Migrationserfahrung fördern und begleiten

Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung, ist stolz darauf, dass „wir dafür gemeinsam mit den Bundesländern, mit Kommunen, Stiftungen, Unternehmen sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern herausragende junge Menschen mit Migrationserfahrung gewinnen, fördern und begleiten. Damit schaffen wir ein starkes Netzwerk aus Gestalterinnen und Gestaltern, die sich aktiv für unsere Demokratie einsetzen.“

Das mehrstufige Auswahlverfahren war sehr anspruchsvoll. Gestaltungswille, Anspruch, Neugierde und Offenheit
waren entscheidende Faktoren. 1.118 Jugendliche aus dem Bundesgebiet haben sich zum Schuljahr 2019/20
beworben
; rund 160 von ihnen haben es schließlich geschafft.

Der 18-jährige Amir Zadah, der aus Syrien nach Sachsen-Anhalt kam, ist stolz darauf, einer von ihnen zu sein, denn „mit START bin ich Teil einer Community ,die sich Gedanken macht – eine Community , die bereit ist die Komfortzone zu verlassen und etwas zu verändern.“

In der Stadt, in der die Arbeit der parlamentarischen Demokratie ab 1949 ihren Anfang nahm, wollen wir einen starken Auftaktakzent für den START-Jahrgang 2019 setzen. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 15 Bundesländern treffen an diesem Tag erstmals aufeinander, lernen einander und uns als START-Stiftung kennen. In den darauffolgenden Tagen setzen sie sich mit aktuellen Fragen zur Zukunft der Demokratie lebhaft auseinander – und das im historischen Kontext der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Über die START-Stiftung

START ist ein Bildungs- und Engagementprogramm für Jugendliche mit Migrationserfahrung. Über drei Jahre fördert und begleitet die START-Stiftung , eine Tochter der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Jugendliche dabei, Verantwortung für eine lebendige Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen. START ist Talentschmiede für außergewöhnliche junge Menschen, Inkubator für neue Initiativen und Lautsprecher für die Verteidigung freiheitlicher Werte. Mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist START deutschlandweit tätig. Aktuell werden von START rund 500 junge Menschen aus über 60 Herkunftsnationen gefördert.

Quelle: START-Stiftung gGmbH vom 30.8.2019

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