Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Inklusion

Expertise

Übergang zwischen Schule und Beruf neu denken – Für ein inklusives Ausbildungssystem aus menschenrechtlicher Perspektive

Ein Mädchen sitzt im Rollstuhl und schaut sich mit ihrer Mutter etwas auf dem Laptop an
Bild: © Viacheslav Iakobchuk - fotolia.com

Der Paritätische will einen Beitrag dazu leisten, die Rechte jedes jungen Menschen auf Zugang und Teilhabe am institutionellen Gefüge des Aufwachsens, ihr Recht auf Ausbildung und ihr Recht auf Inklusion durchzusetzen. Deshalb veröffentlichte der Paritätische die Expertise „Übergang zwischen Schule und Beruf neu denken: Für ein inklusives Ausbildungssystem aus menschenrechtlicher Perspektive“, um eine fruchtbare Debatte zur Neubewertung der Jugendhilfe, und explizit der Jugendsozialarbeit, anzuregen und den Rechten junger Menschen mehr Gehör zu verschaffen.

Hintergrund und Anlass dieser Expertise „Übergang zwischen Schule und Beruf neu denken: Für ein inklusives Ausbildungssystem aus menschenrechtlicher Perspektive“ war das „Jubiläum“ der Benachteiligtenförderung am Übergang Schule und Beruf im Jahre 2020. Zusätzlich veröffentlichte der Paritätische den „Blick des Paritätischen auf die Expertise“. 40 Jahre Erfahrung boten für den Paritätischen Anlass, um sich mit diesem Bereich kritisch auseinanderzusetzen, eine Zwischenbilanz zu ziehen und sich mit der Frage zu beschäftigen, wie das Berufsbildungssystem grundlegend neu ausgerichtet werden kann. Dabei müssen das Berufsausbildungssystem und die Berufsausbildungsförderung insgesamt in den Blick genommen werden. Zudem bestimmen in der jüngeren Zeit die Erkenntnisse des 15. Kinder- und Jugendberichts die Fachdiskussion in der Kinder- und Jugendhilfe, hier insbesondere in der Jugendsozialarbeit. Die drei Kernherausforderungen in der Jugendphase und die Verlängerung der Jugendzeit fordern eine Neubewertung des Aufwachsens im institutionellen Gefüge. Das gilt auch für die Institutionen der Berufsbildung.

Vor diesem Hintergrund hat der Paritätische 2020 eine Expertise in Auftrag gegeben, die sich mit dem Übergangsbereich kritisch auseinandersetzt und auf der Grundlage eines menschrechtsbasierten Ansatzes und unter Einbeziehung der UN BRK Anforderungen an und Perspektiven für das Ausbildungssystem beschreibt. In der Expertise finden sich verschiedene Anregungen und Hinweise für eine Vision von einem zukünftigen Ausbildungssystem, in dem der Kinder- und Jugendhilfe und hier insbesondere der Jugendsozialarbeit eine wichtige Aufgabe bei der Durchsetzung der Rechte junger Menschen auf Zugang und Teilhabe im institutionellen Gefüge des Aufwachsens zukommt.

Quelle: Paritätischer Gesamtverband vom 12.05.2021

Info-Pool