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Eingliederungshilfe

Teilhabekonzepte erhalten Update

Mädchen mit Downsyndrom pustet eine Pusteblume
Bild: © Denys_kuvaiev - fotolia.com

Der Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe wirkt sich auch auf die Sozialplanung vor Ort aus. Personenzentrierte Angebote und die Förderung von Teilhabe stehen seitdem noch deutlicher im Mittelpunkt. Das Angebot des Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), bei der Entwicklung von kommunalen Teilhabeplanungen zu unterstützen, ist beliebt und wird von den Kreisen stark nachgefragt. Nun hat der Verband dieses weiterentwickelt und an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst.

Neue Ausrichtung, neue Schwerpunkte, neue Zielgruppen

Die Neuausrichtung beginnt beim Namen: Sogenannte kommunale Teilhabekonzepte für Menschen mit kognitiven Teilhabebeeinträchtigungen oder für Menschen mit psychischer Erkrankung bilden künftig die Situation in den Kreisen ab. Für die Erhebung und Interpretation der Daten kommen unterschiedliche Methoden und Perspektiven zum Einsatz: „Bei der Analyse zu bestehenden und erforderlichen Teilhabeangeboten liegt ein besonderer Fokus auf der Personenzentrierung und inklusiven, sozialräumlichen Einbindung“, erklärte Referatsleiterin Julia Lindenmaier. Wichtig ist dem KVJS die Einbindung möglichst vieler Akteure – vor allem der Menschen, um die es konkret in den Konzepten geht. „Als Experten in eigener Sache sollen sie im kompletten Prozess, angefangen bei der Teilnahme an Befragungen bis hin zur Entwicklung der Handlungsempfehlungen, miteinbezogen werden“, so Lindenmaier weiter.

In einem Baukastenprinzip können die Stadt- und Landkreise verschiedene Module auswählen, die inhaltlich im Teilhabekonzept abgebildet werden sollen. Dafür stehen zahlreiche Themenschwerpunkte zur Verfügung und reichen von der sozialen Teilhabe über die Schnittstelle Pflege und Eingliederungshilfe bis hin zu Mobilität. Ebenso möglich ist die genauere Betrachtung einzelner Zielgruppen. So lässt sich beispielsweise gezielt die Situation von Kindern und Jugendlichen oder Senioren mit kognitiven Teilhabebeeinträchtigungen, Menschen mit einem sehr hohen Unterstützungsbedarf oder mit herausfordernden Verhaltensweisen abbilden. Der KVJS hat darüber hinaus sein Angebots-Portfolio erweitert. Er bietet künftig auch Unterstützung bei Teilhabekonzepten an, die wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Quelle: Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg vom 29.03.2022

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