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Inklusion / Bildungspolitik

Neue Impulse für die Inklusion in der Berufsbildung

Schriftzug Inklusion
Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Wie Inklusion beim Übergang von der Schule in den Beruf konkret und erfolgreich gestaltet werden kann, zeigen Projekte, Modelle und gute Praxisbeispiele in insgesamt 14 Foren auf der bundesweiten Tagung "Teilhabe und Inklusion im Übergang von der Schule in den Beruf", die heute und morgen (21. und 22.11.2016) in Hamburg stattfindet.

Durch den Transfer der guten Praxisbeispiele in die Breite und den Erfahrungsaustausch der beteiligten rund 400 Expertinnen und Experten werden neue Impulse gesetzt und Perspektiven aufgezeigt, die das Thema Inklusion in der beruflichen Bildung stärken.

An der gemeinsamen Tagung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Kooperation mit den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie unter Einbeziehung nahezu aller Bundesländer sind auch Schulen, Betriebe und Kammern mit ihrer Expertise beteiligt.

„Die Themen Digitalisierung der Arbeitswelt und Integration von nach Deutschland geflüchteten Menschen prägen zurzeit die öffentliche Diskussion. Wir dürfen dabei aber andere, wichtige Themen, wie die Inklusion, nicht aus den Augen verlieren“, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser anlässlich der Eröffnung. „Das Inklusionspotenzial des beruflichen Bildungssystems ist nach wie vor hoch und muss weiter erschlossen werden. Die Tagung leistet einen aktiven Beitrag dazu, die Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven einer besseren Einbeziehung und Förderung behinderter und benachteiligter Menschen in berufliche Bildung durch Vernetzung aller beteiligten Akteure noch intensiver auszuloten und umzusetzen. Dabei ist für eine erfolgreiche Gestaltung der Ausbildungspraxis insbesondere die enge Zusammenarbeit von Berufsschule und Betrieb von grundlegender Bedeutung.“

Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, unterstreicht als Gastgeber der Tagung: „Unser Ziel ist klar: eine inklusive Berufsbildung, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechend ihrer individuellen Kompetenzen, ihres Potenzials und ihrer Bedürfnisse eine vollständige Teilhabe an beruflichen Bildungsangeboten ermöglicht. Dies erproben ausgewählte allgemeinbildende und berufsbildende Schulstandorte in Hamburg seit 2014 im Rahmen eines durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Projekts gemeinsam mit Betrieben und Trägern am Übergang Schule – Beruf; von der Berufs- und Studienorientierung, über die Ausbildungsvorbereitung bis zur beruflichen Ausbildung.“

Hintergrund für die Durchführung der Veranstaltung ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, mit der in Deutschland ein Prozess angestoßen wurde, der im Kern den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern in Regelschulen in den Blick nimmt. Inklusion bezieht sich aber auf alle Bereiche des Bildungssystems und damit auch auf die berufliche Bildung und den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf.

Weitere Informationen zur Tagung unter www.teilhabe-und-inklusion.de

Quelle: Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vom 21.11.2016

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