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Inklusion / Sozialpolitik

„Kommune Inklusiv“: Tipps und Informationen für Inklusion vor Ort

Spielfiguren mit Text Inklusion
Bild: © Denis Junker - Fotolia.com

Das Inklusionsprojekt „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch öffnet sich jetzt für alle interessierten und engagierten Inklusions-Macher/-innen in Deutschland: Ab sofort finden sie online Informationen und praxisnahe Tipps zur Umsetzung von eigenen Projekten. Ziel des Projektes ist es, dass Vielfalt alltäglich wird.

„Kommune Inklusiv“ – ein Modellansatz, wie sich lokale Inklusionsarbeit effektiv gestalten lässt – läuft seit rund zwei Jahren in fünf Modellkommunen sehr erfolgreich. Mit dem nun veröffentlichten Praxishandbuch möchte die Aktion Mensch weitere Kommunen dazu motivieren, Inklusion im Alltag zu fördern und Vielfalt selbstverständlich zu leben.

Praxishandbuch Inklusion: Leicht anwendbare Arbeitsmaterialien

Das „Praxishandbuch Inklusion“ liefert allen interessierten Akteuren vor Ort Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten für mehr Inklusion in ihrer Gemeinde. Es begleitet interessierte Projekt-Macher/-innen mit Leitfäden, Checklisten, Arbeitsblättern und bewährten Beispielen aus der Praxis. Die Materialien sind nutzungsorientiert aufbereitet, sodass Interessierte sofort damit arbeiten können.

Unterstützung in allen Projektphasen

Das Praxishandbuch folgt dabei den drei Projektphasen „Planung“, „Umsetzung“ und „Verstetigung“, die unter anderem durch Beispiele aus den fünf bestehenden Modellkommunen in Form von Texten und Filmen veranschaulicht werden:

  • Grundbausteine der Planungsphase sind zum Beispiel der Aufbau eines funktionierenden Netzwerks, die genaue Analyse des Sozialraums und die Festlegung der Zielgruppen und Handlungsfelder.
  • In der Phase Umsetzung erfahren die Nutzer/-innen, wie der Start in die Praxis am besten gelingt, wie man das entstandene Netzwerk zusammenhält und wie erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit funktioniert.
  • Die Verstetigungsphase zeigt, wie Projekte auch nach einer Förderung erfolgreich weiterlaufen.

Kostenfreie Schulungen in ganz Deutschland

Mit dem Aufruf zu mehr Inklusion ist außerdem ein hochwertiges Fortbildungsangebot verknüpft: Wer selbst Inklusionsprojekte leitet oder daran mitarbeitet, kann über die Aktion Mensch das ganze Jahr an kostenfreien Schulungen teilnehmen. Das Angebot reicht von Web-Seminaren zur finanziellen Förderung über Schulungen in Projektmanagement bis hin zu Rhetorik-Seminaren.

Ziel der Aktion Mensch und ihres Projektes „Kommune Inklusiv“ ist es, dass Vielfalt alltäglich wird und alle Menschen selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft sein können. Begegnungen vor Ort sind dafür die Voraussetzung.

Über das Projekt Kommune Inklusiv

Fünf Städte begleitet die Aktion Mensch fünf Jahre lang auf ihrem Weg zu mehr Inklusion: Erlangen, die Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Rostock, Schneverdingen und Schwäbisch Gmünd. Aus mehr als 130 Bewerber-Kommunen sind sie ausgewählt worden und bekamen professionelle Beratung und Begleitung, viele Lehrgänge und pro Kommune bis zu 600.000 Euro Fördergeld. Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der alle, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie, Herkunft, sexuelle Orientierung oder Behinderung selbstbestimmt teilhaben können. Die Initiative „Kommune Inklusiv“ ist ein Modellansatz dafür, wie sich lokale Inklusionsarbeit effektiv gestalten lassen könnte. Schließlich beginnt Inklusion da, wo sich das tägliche Leben der Menschen abspielt – vor der eigenen Haustür.
Inklusion soll aber nicht nur durch einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, sondern durch nachhaltig funktionierende Netzwerke. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt und der Philipps-Universität Marburg begleiten das Projekt wissenschaftlich und werten die einzelnen Schritte aus.

Quelle: Aktion Mensch e.V. vom 08.06.2020

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