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Nordrhein-Westfalen

„Inklusion vor Ort“ – Beispielhafte Modelle für ein inklusives Miteinander gesucht

Mädchen mit Down-Syndrom auf einer Wiese im Park lächelt glücklich
Bild: © Denis Kuvaiev - fotolia.com

Mit dem neuen Programm „Inklusion vor Ort“ wollen das Sozialministerium und die Aktion Mensch die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen weiter voranbringen. Kommunen und gemeinnützige Organisationen sind aufgerufen, beispielhafte Ideen für ein Lebensumfeld zu entwickeln, in dem alle Menschen gleichberechtigt leben können. Vier Modellkommunen können bis zu fünf Jahre lang gefördert werden.

Dafür stellen das Land und die Aktion Mensch insgesamt bis zu vier Millionen Euro zur Verfügung.

Sozialminister Karl-Josef Laumann sagt:

„Inklusion soll überall dort gelebt werden, wo Menschen sich treffen. Dafür müssen sich alle Akteur/-innen vor Ort vernetzen: Vereine, Verbände, Unternehmen, Selbsthilfegruppen, Kirchengemeinden und Kommunalverwaltungen. Wir wollen, dass sie gemeinsam Modelle für ein inklusives Miteinander entwickeln, die überall im Land Nachahmer/-innen finden können. Ein Ansatz könnte etwa sein, dass Menschen mit Behinderung bei Kultur und Sport nicht mehr auf exklusive Angebote verwiesen werden, sondern an Aktivitäten teilnehmen können, die allen Bürger/-innen zur Verfügung stehen.“

Ab sofort können sich Akteur/-innen aus Kreisen, Städten und Gemeinden für eine Teilnahme an dem Programm „Inklusion vor Ort“ bewerben. Damit haben die Aktion Mensch und das Land Nordrhein-Westfalen erstmals ein gemeinsames Förderangebot für Netzwerkpartner/-innen aus Kommunalverwaltungen und gemeinnützigen Organisationen für die Inklusion vor Ort aufgelegt.

Bereits seit mehreren Jahren unterstützt und begleitet die Aktion Mensch mit der Initiative „Kommune Inklusiv“ fünf Modellkommunen in fünf Bundesländern dabei, das Leben vor Ort dauerhaft inklusiver, barrierefrei und damit lebenswerter zu gestalten. Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch:

„Wir freuen uns, dass die vielen positiven Erfahrungen der bereits geförderten Kommunen jetzt auch Inklusions-Macher/-innen in Nordrhein-Westfalen dazu anregen, sich für Vielfalt und ein selbstverständliches Miteinander im Alltag einzusetzen. Inklusion in der Kommune gelingt, wenn in einem starken Netzwerk partizipativ und nachhaltig geplant und gearbeitet wird. Diesen Prozess unterstützen wir als Aktion Mensch gerne durch die Vermittlung von Praxiswissen und finanzielle Förderung.“

Sozialminister Laumann ergänzt:

„Ich freue mich, dass wir dieses Programm Hand in Hand mit einem so starken Partner entwickelt haben. So können die Akteur/-innen in den Kommunen von den langjährigen Erfahrungen und dem Know-how der Aktion Mensch profitieren.“

Ausschreibung und Teilnahme

Details zur Ausschreibung und zur Teilnahme an der Aktion „Inklusion vor Ort – Das Programm für die modellhafte Förderung inklusiver Sozialräume in Nordrhein-Westfalen“ finden sich auf der Website von Aktion Mensch und auf der Seite des Ministeriums. Die Ausschreibung startete am 15. Februar und endet am 31. Mai 2022. Bis Ende Juli 2022 sollen vier Modellkommunen ausgewählt werden.

Informationen zur Initiative „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch finden sich ebenfalls online.

Zum Hintergrund

Bei der Arbeit vor Ort ist die Partizipation ein wesentliches Merkmal. Dazu gehört insbesondere auch die Beteiligung von Menschen mit Behinderung als Expert*innen in eigener Sache. Bereits bei der Erarbeitung des Förderkonzepts stand ein Beirat zur Seite, dem neben Vertreter*innen der Selbsthilfe, von Kommunen und Wohlfahrtsverbänden auch das Büro der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie Patient*innen der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW) angehörten. Dieses Gremium wird auch den weiteren Prozess begleiten.

Quelle: Aktion Mensch vom 15.02.2022

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