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Inklusion / Ganztagsbildung

Inklusion an Schulen: Wie Sonderpädagogen und Lehrkräfte besser zusammenarbeiten

Schüler sitzen um Tisch
Bild: © WavebreakmediaMicro - Fotolia.com

Inklusion gehört an vielen Schulen zum Alltag: Abhängig von der Anzahl und den Förderschwerpunkten der Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf sind Sonderpädagoginnen und -pädagogen vor Ort. „Die Herausforderung liegt in der Zusammenarbeit mit den Lehrkräften“, weiß Dr. Silvia Greiten von der School of Education.

„Sie fällt von Schule zu Schule unterschiedlich aus, weil es in der Regel keine klaren Vorgaben zur Gestaltung gibt: Mal stimmt man sich unregelmäßig via Telefon ab, mal finden regelmäßige Konferenzen zum Thema statt.“ Entsprechend falle die Förderung der Schülerinnen und Schüler aus. Das will die Wissenschaftlerin der Bergischen Universität Wuppertal ändern: Im Rahmen eines Verbundprojektes mit der Universität Siegen – vertreten durch Prof. Dr. Matthias Trautmann und Jun.-Prof. Dr. Daniel Mays – soll ein Qualifizierungskonzept für in der Sekundarstufe I tätige Sonder- und Regelschullehrkräfte entstehen, mit dessen Hilfe sich die kooperative Unterrichtsplanung in strukturierte Bahnen lenken lässt.

Interprofessionelle kooperative Unterrichtsreihenplanung

Das Verbundprojekt der Universität Siegen und der Bergischen Universität Wuppertal „IKU – Interprofessionelle kooperative Unterrichtsreihenplanung in der Sekundarstufe I“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird mit 540.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Beteiligt sind mehrere Partnerschulen aus Nordrhein-Westfalen. „In einem ersten Schritt führen wir dort Interviews mit den jeweiligen Fachlehrkräften und Sonderpädagogen durch“, beschreibt Silvia Greiten das Vorgehen. „Anschließend bitten wir alle Beteiligten – inklusive Schulleitung – zu einer Gruppendiskussion: Wie sieht die aktuelle Zusammenarbeit aus? Wo sind eventuelle Hürden? Und wie könnte die Kooperation in Zukunft aussehen?“ Ergänzend finden Planungsgespräche und Unterrichtsbesuche statt.

Auf Basis der in den Schulen gewonnenen Erkenntnisse und des aktuellen Forschungsstandes zum inklusiven Unterricht entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann eine Qualifizierungsmaßnahme, die aus mehreren Säulen besteht. „Wir planen zum einen, fachlichen Input zum Thema zu liefern“, sagt Silvia Greiten. Weitere Bestandteile sind ein Coaching bei der gemeinsamen Unterrichtsplanung sowie strukturelle Vorgaben für die zukünftige Zusammenarbeit an der jeweiligen Schule. Ob diese Prozesse erfolgreich sind, wird im Verlauf der Qualifizierungsmaßnahme untersucht und evaluiert – zum Beispiel in Form von Interviews und Gruppendiskussionen.
Die Ergebnisse werden nach Ablauf des Projektes auch anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt: Silvia Greiten und ihr Team planen u.a., in Richtung Lehrerfort- und -ausbildung zu gehen sowie entwickelte Konzepte online verfügbar zu machen.

Kontakt

Dr. Silvia Greiten
School of Education
Telefon: 0202/439-4754
E-Mail: greiten@uni-wuppertal.de

Weitere Informationen über IKU stehen auf der Internetseite der Uni Siegen zur Verfügung.

Quelle: Bergische Universität Wuppertal vom 08.03.2018

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