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BMFSFJ unterstützt neuartiges Gemeinschaftsprojekt "Wohnen Plus"

Neue Formen der Gemeinschaft entdecken, füreinander einstehen und Eigeninitiative stärken - das sind die Ziele des heute in Nürnberg eröffneten Projekts "Wohnen Plus - Alte, Alleinerziehende und Kinder".

Initiatorin ist die Genossenschaft "Anderswohnen", die das Haus gemeinsam mit dem Humanistischen Sozialwerk Bayern betreiben wird. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Bau von "Wohnen Plus" mit 660.000 Euro gefördert. Die gesamten Baukosten liegen bei rund 7,5 Millionen Euro.

"Wohnen Plus steht für eine lebendige und intakte Zivilgesellschaft", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Köhler anlässlich der Eröffnung. "Was mir so gut gefällt: Hier haben sich Menschen zusammen gefunden und sind von Anfang an für ihr Projekt eingestanden. So konnten die Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich umgesetzt werden. Wohnen Plus steht also auch für die großen Potentiale, die ältere Menschen für unsere gesamte Gesellschaft einbringen. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir den demografischen Wandel als Chance erkennen und gestalten können", so Köhler weiter.

"Wohnen Plus" besteht aus 32 Wohnungen für ältere Menschen, elf Wohnungen für Alleinerziehende und einer Gästewohnung. Hinzu kommt eine Kindertagesstätte mit 62 Plätzen, die sich in drei Gruppen unterteilen. Die Gesamtwohnfläche liegt bei rund 2.800 Quadratmetern. Verschiedene Gemeinschafts- und Mehrzweckräume mit einer Fläche von mehr als 300 Quadratmetern stehen auch der Gemeinde für gemeinsame Veranstaltungen, kulturelle Aktivitäten usw. offen. Ein Koordinierungs- und Quartierbüro soll die Aktivitäten künftig lenken und auch Wohnberatung anbieten.

Zentrale Idee von "Wohnen Plus" ist ein innerer Versorgungsverbund, in dem die Menschen sich nach ihren Fähigkeiten gegenseitig unterstützen. Jüngere helfen Älteren etwa beim Einkaufen, bei körperlichen oder handwerklichen Arbeiten oder beim Umgang mit dem Computer oder dem Handy. Umgekehrt sind die Älteren für die Jüngeren da: Sie bringen Kinder in die Schule, helfen bei den Hausaufgaben oder beim Lernen eines Musikinstruments - oder schenken ihnen einfach Zeit.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend