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Gesundheit / Kinder- und Jugendschutz

Zum Weltdrogentag 2017: BZgA warnt vor Konsum von Legal Highs

Tisch auf dem Utensilien zum Drogenkonsum liegen
Bild: © Monkey Business - Fotolia.com

Anlässlich des Internationalen Tages gegen den Missbrauch von Drogen am 26. Juni 2017 warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor dem Konsum von sogenannten Legal Highs. Diese häufig als Kräutermischung getarnten Substanzen gelten aufgrund ihrer hochkonzentrierten Inhaltsstoffe und unabsehbaren Wirkung als besonders gefährlich.

An den Folgen des Konsums illegaler Drogen sind im Jahr 2016 nach Angaben des Bundeskriminalamtes zur Rauschgiftkriminalität insgesamt 1.333 Menschen gestorben. Dabei ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von als Legal Highs bezeichneten neuen psychoaktiven Stoffen (NPS) weiter gestiegen: Im Jahr 2015 wurden 39 Todesfälle in Folge des Konsums neuer psychoaktiver Stoffe registriert, 2016 waren es mit 98 Todesfällen mehr als doppelt so viele.

Unabsehbare Risiken von Legal Highs

Vor dem Hintergrund der unabsehbaren Risiken dieser Substanzen warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Internationalen Tages gegen den Missbrauch von Drogen am 26. Juni 2017 vor dem Konsum der Designerdrogen.

Legal Highs werden irreführend als Kräutermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder Pflanzendünger benannt und wirken in ihren bunten Verpackungen vermeintlich harmlos. Die Zusammensetzung der Inhalte ist nicht ausgewiesen, so können Konsumierende nicht wissen, in welcher Konzentration sie welche synthetischen psychoaktiven Substanzen – geschnupft, geraucht, geschluckt oder gespritzt – zu sich nehmen. In der Regel ahmen die synthetisch hergestellten Stoffe die Wirkung von Amphetamin und Ecstasy oder Cannabis nach.

Lebensgefährliche Wirkung der Designerdrogen

Bei Legal Highs sind die Konzentrationen psychoaktiver Substanzen zum Teil so hoch, dass der Konsum zu lebensgefährlichen Intoxikationen führen kann. Die Folgen reichen von Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen.

Weiterführende Informationen zu Risiken und Wirkung der Legal Highs bietet die BZgA auf dem Internetportal http://www.drugcom.de.

Das BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung gibt bei Problemen rund um Drogen und Sucht persönliche anonyme Beratung unter der Telefonnummer 0221-892031, in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 10:00-22:00 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10:00-18:00 Uhr.

Die Drogen & Sucht-Hotline ist erreichbar unter Telefon: 01805-313031 (Mo.-So., 0-24 Uhr).

Adressen von Drogenberatungsstellen aus dem ganzen Bundesgebiet finden sich auf der Internetseite der BZgA.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 21.06.2017