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Gesundheit

Weltweite Fortschritte im Kampf gegen HIV und Aids - Aids-Todesfälle bei Teenagern jedoch um 50 Prozent angestiegen

Die rote AIDS-Schleife
Bild: © Marco2811 - Fotolia

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist seit dem Jahr 2001 um 38 Prozent auf 2,1 Millionen im Jahr 2013 gesunken. Auch die Aids-bedingten Todesfälle sind gegenüber dem Höchststand im Jahr 2005 um 30 Prozent auf 1,5 Millionen im Jahr 2012 zurückgegangen.

Rückschläge gibt es hingegen in der Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen: Hier ist die Zahl der weltweiten Todesfälle im gleichen Zeitraum um rund 50 Prozent auf 110.000 angestiegen. Fast alle ereigneten sich in Afrika südlich der Sahara. Darauf macht die Stiftung Weltbevölkerung anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember aufmerksam.

Prävention auf junge Menschen zuschneiden

"Die weltweiten Fortschritte im Kampf gegen Aids zeigen, dass sich Investitionen in HIV-Prävention und Behandlung auszahlen", erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Doch die besorgniserregende Entwicklung unter Teenagern mahnt zum dringenden Handeln. Inzwischen sind mehr als zwei Millionen Zehn- bis 19-Jährige mit HIV infiziert, 80 Prozent von ihnen leben in Afrika südlich der Sahara. In dieser Altersgruppe ist Aids die Haupttodesursache. Präventionsprogramme wie Aufklärung und Verhütungsangebote müssen sich deshalb gezielt an Jugendliche richten und dringend ausgeweitet werden. Vor allem Mädchen brauchen besseren Schutz, da sie einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Junge Menschen sind unsere Zukunft. Gerade vor dem Hintergrund des Entwicklungsjahres 2015 appelliere ich daher an die Bunderegierung, mehr in die Gesundheitsversorgung von Jugendlichen in Entwicklungsländern zu investieren."

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung vom 28.11.2014

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