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Gesundheit / Jugendforschung

Trend zum Nichtrauchen setzt sich fort – Tiefstand der Zahl rauchender Jugendlicher

eine Zigarette in der Hand einer Jugendlichen
Bild: © prudkov- Fotolia.com

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat neue Studienergebnisse zum Rauchverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorgelegt. Die Daten zeigen eine insgesamt positive Entwicklung: Die Raucherquote unter jungen Menschen ist weiter zurückgegangen. Jedoch ist gleichzeitig die Nutzung von E-Zigaretten und Wasserpfeifen unter Jugendlichen gestiegen.

Anlässlich des Deutschen Suchtkongresses, der vom 18. bis 20. September 2017 in Lübeck stattfindet, stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) neue Erhebungsdaten zum Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland vor.

Rückgang der Raucherquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die aktuellen Studiendaten zeigen eine insgesamt positive Entwicklung beim Nichtraucherverhalten junger Menschen. So ist die Raucherquote bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren seit 2001 von 27,5 Prozent auf 7,4 Prozent im Jahr 2016 gesunken. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Rauchenden mit 26,1 Prozent im Jahr 2016 deutlich niedriger als in der Vergangenheit. Im Jahr 2008 rauchten noch 43,1 Prozent der jungen Erwachsenen.

E-Zigaretten und Co. sind bei jungen Menschen auf dem Vormarsch

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, betont: „Die Studie der BZgA zum Suchtmittelkonsum junger Menschen bestätigt den erfreulichen Trend zum Nichtrauchen der letzten Jahre. Nachdem die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen schon seit längerem rückläufig ist, ist seit 2008 auch bei den 18- bis 25-Jährigen ein erfreulicher Rückgang zu verzeichnen. Das ist ein echter Erfolg unserer Präventionsanstrengungen! Aber wir müssen wachsam sein: Anders als konventionelle Zigaretten sind E-Zigaretten und Co. auch bei jungen Menschen auf dem Vormarsch, und die Industrie tut viel, damit sich dieser Trend fortsetzt. Einige dieser Produkte werden im Moment massiv beworben. Man darf sich von den hübschen Bildchen nicht täuschen lassen: Niemand kann heute verlässlich sagen, wie gefährlich die neuen Produkte wirklich sind.“

Historischer Tiefstand der Zahl rauchender Jugendlicher

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erläutert: „Unsere neuen Daten belegen einen historischen Tiefstand der Zahl rauchender Jugendlicher. 80,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben noch nie in ihrem Leben geraucht. Das ist der höchste Wert jugendlicher Nieraucher seit der ersten BZgA-Studie zum Rauchverhalten junger Menschen in den 1970er-Jahren. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen erreicht die Nieraucherquote im Jahr 2016 mit 40,4 Prozent einen Höchststand. Die zunehmende Distanz der Jugend zum Rauchen ist das Ergebnis nachhaltiger Präventionsarbeit. Diese Entwicklung spornt uns an, unsere Bemühungen in der Prävention konsequent fortzusetzen.“

Anstieg der Nutzung von Wasserpfeife und E-Zigarette

Die BZgA-Daten zeigen auch, dass insbesondere bei den 18- bis 25-Jährigen Anstiege im Konsum von Wasserpfeife und E-Zigarette zu verzeichnen sind. So haben 18,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in den vergangenen 30 Tagen Wasserpfeife geraucht. Im Jahr 2008 waren es noch 7,8 Prozent. Aktuell geben 5,5 Prozent der jungen Erwachsenen an, innerhalb der letzten 30 Tage vor der Befragung E-Zigaretten konsumiert zu haben, im Vergleich zu 3,9 Prozent im Jahr 2012.

Über die Studie

BZgA-Studie „Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland“: Für die wissenschaftliche Erhebung der BZgA zum Rauchverhalten junger Menschen wurden im Zeitraum von März bis Juni 2016 bundesweit 7.003 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Zu den Daten zum Rauchverhalten der 12- bis 25-Jährigen steht ab sofort ein Faktenblatt mit ausgewählten Ergebnissen auf der Webseite der BZgA zur Verfügung.

Mehr Informationen der BZgA zum Thema finden sich auf der Kampagnen-Webseite:  www.rauch-frei.info

Informationen rund um die Aktion „Rauchfrei unterwegs – Du und Dein Kind“ sowie zum Thema Tabak können auf der Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 15.09.2017

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