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Gesundheit / Freiwilliges Engagement

Stolz tritt für stärkere Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Kinderhospizdiensten ein

08.02.2010 Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz fordert mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Schicksal schwerstkranker sterbender Kinder und ihrer Familien und spricht sich dafür aus, das ehrenamtliche Engagement in Kinder- und Jugendhospizdiensten zu fördern.

Die Ministerin sagte zum Tag der Kinderhospizarbeit, der am 10. Februar begangen wird: „Schwerstkranke sterbende Kinder und ihre Familien brauchen unsere Anteilnahme, Hilfe und Unterstützung. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit der Kinderhospizdienste von unschätzbarem Wert. Sie bieten neben der Beratung sowie der psychosozialen und spirituellen Begleitung den Angehörigen die Möglichkeit, sich zu erholen und die Kraft zu finden, den schweren Weg gemeinsam zu gehen.“

In Baden-Württemberg gebe es bereits an 17 Standorten einen Kinder- und Jugendhospizdienst, der sich in dieser Situation der betroffenen Kinder und ihrer Familien annehme. Seit dem vergangenen Jahr fördere die Stiftung Kinderland den Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg. Hierfür wurden 320 000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln soll im Rahmen einer auf drei Jahre angesetzten Maßnahme das Netz an ambulanten Kinderhospizdiensten flächendeckend ausgebaut und die Vernetzung der pädiatrisch-palliativen Angebote vorangetrieben werden. Zudem werde ein Curriculum zur Schulung von Kursleitern erstellt und umgesetzt. Diese Kursleiter sollen anschließend Ehrenamtliche für die Kinderhospizarbeit qualifizieren. Des Weiteren sollen im Rahmen eines Qualifizierungskurses Multiplikatoren geschult werden, die landesweit die Hospizdienste bei der Einrichtung von Trauerbegleitungsangeboten für Kinder und Jugendliche beraten und Trauerbegleiter schulen.

Durch diese Förderung werden bereits in diesem Jahr fünf neue Dienste die ehrenamtliche Begleitungsarbeit sterbender Kinder und ihrer Familien aufnehmen. „Aktuell befinden sich weitere Dienste in der Gründungsphase“, erklärte Stolz. „So können wir erwarten, dass bis Ende 2011 für alle betroffenen Familien in Baden-Württemberg ein ambulantes Begleitungsangebot in erreichbarer Nähe zur Verfügung stehen wird.“

In Baden-Württemberg leiden schätzungsweise 2.000 bis 3.000 Kinder und Jugendliche an einer lebensbegrenzenden oder lebensbedrohenden Erkrankung. Jährlich sterben in Baden-Württemberg etwa 400 bis 450 Kinder und Jugendliche an schweren, unheilbaren Erkrankungen.

Weitere Informationen unter: http://www.deutscher-kinderhospizverein.de/

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

 

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