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Gesundheit

Stillen ist gut für die Kinder-Gesundheit: Bremer Empfehlungen zur Stillförderung erarbeitet

Laut den "Bremer Stillempfehlungen" sollten Frauen bereits in der Schwangerschaft auf das Stillen vorbereitet werden. Stillen sollte demnach schon im Rahmen der Schwangerenvorsorge und der Geburtsvorbereitung ein Thema sein. Insbesondere direkt nach der Geburt ist es wünschenswert, wenn Hebammen und Ärzt/innen das Stillen fördern. Dafür ist entscheidend, dass Mutter und Kinder unmittelbar nach der Geburt Hautkontakt haben und das Kind z.B. am Bauch der Mutter liegt bis es zum ersten Mal trinkt.

Anlässlich der "Weltstillwoche" wurden am Montag die "Bremer Empfehlungen zur Stillförderung" vorgelegt.

Ziel der Empfehlungen ist es auch, allen Berufsgruppen, die in der „Säuglingszeit“ die Eltern beraten, eine gemeinsame Orientierung zu geben. „Wenn die Hebamme sagt, es reicht, dass Sie stillen und das Kinderarzt sagt, bei einem gewissen Gewicht muss „zugefüttert“ werden, führt dies bei Müttern zu Verwirrung“, so Antje Kehrbach. Eine gute Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Institutionen und Berufsgruppen ist somit eine wichtige Vorrausetzung, um die Frauen und Familien beim Stillen zu unterstützen.

Hintergrund der Bremer Stillempfehlungen ist, dass Stillen gut für die Gesundheit des Kindes und der Mutter ist. Das Stillen fördert außerdem die positive Entwicklung von Familien im Sinne einer Bindungsförderung. Über 90% der Frauen in Deutschland wollen ihre Babys stillen, aber dennoch ist die Stillrate in Deutschland eher rückläufig und somit nicht optimal.

Die Bremer Stillempfehlungen wurden vom „Runden Tisch Stillförderung“ erarbeitet, an dem Berufsangehörige der Hebammen, Krankenschwestern, Ärzte, freie Stillgruppen und Verbände wie z. B. der Krankenkassen mitwirken. Der „Runde Tisch Stillförderung“ wurde von Sozial und Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter initiiert.

Die Bremer Empfehlungen zur Stillförderung finden sich unter dem beigefügten Hyperlink.

http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/media.php/13/20101004_Bremer_Stillempfehlung.pdf

Herausgeber: Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen