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Kongress

Psychische Gesundheit von Kinder, Jugendlichen und Familien

Mehrere Menschen brainstormen an einem Tisch, auf den eine zerbrechende Kette gemalt ist
Bild: Rawpixel - stock.adobe.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Expertinnen und Experten diskutieren auf dem diesjährigen 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) vom 18. bis 21. Mai 2022 in Magdeburg unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Klimakrise und des Ukraine-Krieges auf die kindliche Psyche. Anmeldungen sind noch möglich.

Schätzungen zu Folge lebt jeder siebte junge Mensch zwischen 10 und 19 Jahren mit einer diagnostizierten psychischen Beeinträchtigung oder Störung wie Angststörungen, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten. Das geht aus dem aktuellen „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt 2021“ des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hervor. Wie sehr die Corona-Pandemie, zunehmende Klimakatastrophen und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges Kinder, Jugendliche und ihre Familien zusätzlich belasten, wie es um ihre grundsätzliche Versorgung steht, welche Hilfsangebote notwendig sind und wie sich aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung noch besser für die Praxis nutzen
lassen – diese und noch viele weitere Facetten des Fachgebietes sollen auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) vom 18. bis 21. Mai 2022 in der Messehalle 1 in Magdeburg diskutiert werden.

Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Zukunft! Von soweit her bis hierhin – Von hier aus noch viel weiter“. Kongresspräsident ist Prof. Dr. Hans-Henning Flechtner, Direktor der Magdeburger Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Kindes- und Jugendalters (KKJP). Es werden über 1.200 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychologie, Psychotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie sowie der Pädagogik und des Pflege- und Erziehungsdienstes erwartet. Weitere Anmeldungen sind nach wie vor möglich.

Die Eckdaten im Überblick

  • WAS: 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
  • WANN: 18.-21.05.2022
  • WO: Messe Magdeburg
  • ANMELDUNGEN:Anmeldungen erfolgen online

Mit der Landeshauptstadt Magdeburg ist erst zum vierten Mal eine ostdeutsche Stadt Gastgeber für diesen bedeutenden Gesellschaftskongress. Prof. Flechtner, der das Fach als einzige universitäre Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Magdeburger Universitätsmedizin gemeinsam mit dem Klinikum Magdeburg gGmbH für ganz Sachsen-Anhalt vertritt, betont:

„Die Versorgungslage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den östlichen Bundesländern unterscheidet sich von der in westlichen Bundesländern deutlich, da generell die ambulante Versorgung hier im Osten deutlich geringer ausgeprägt ist. Dies steht in Kontrast zur in der Regel höheren Anzahl stationärer und teilstationärer Plätze. Gerade Sachsen-Anhalt ist mit der höchsten Bettenmessziffer pro Einwohner gegenüber den westlichen Bundesländern ausgestattet. Gerade in den aktuellen Krisenzeiten kommen auf die Versorgungsstrukturen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im ambulanten und stationären Bereich große Herausforderungen zu und der Kongress soll auch dazu dienen, die Aktivitäten der gesamten kinder- und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Landschaft abzubilden und Wege aufzuzeigen, wie besonders Belastete pragmatisch und schnell Hilfe und Unterstützung finden können.“

Programm ist online einsehbar

Dementsprechend ist auch das Programm der wissenschaftlichen Tagung gestaltet worden. Prof. Flechtner erläutert:

„In der Öffentlichen Abendveranstaltung am Eröffnungstag werden wir uns generell mit dem Thema Nachhaltigkeit und Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen anhand der aktuellen Ereignisse beschäftigen.“

Dazu kündigt Prof. Flechtner folgende Gäste an:

„Eckard von Hirschhausen wird ein Grußwort geben und Elke Büdenbender den Einführungsvortrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen halten. Die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist seit 2017 Schirmherrin von UNICEF Deutschland. Im Anschluss nimmt der renommierte Familienforscher Prof. Dr. Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm das gewaltfreie Aufwachsen in einer kindergerechten Gesellschaft in den kritischen Blick.“

Der Kinder- und Jugendpsychiater berät unter anderem das Bundesfamilienministerium als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen. In den vier Tagen werden weitere renommierte Forscher/-innen und Fachvertreter/-innen aus aller Welt in Vorträgen, wissenschaftstheoretischen Diskussion, Foren und Zukunftswerkstätten zu Wort kommen und von ihren Arbeiten berichten.

Dasaktuelle Programmsowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich online zur Einsicht.

Quelle: Universität Magdeburg vom 25.04.2022

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