Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gesundheit

Gesundheit

Muslimisches Zuckerfest: mehr als Süßigkeiten

Tüten mit Süßigkeiten
Bild: Marco Verch   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Am 8. August endet der Fastenmonat Ramadan. Traditionell findet zum Abschluss das Ramadanfest, der nach dem Opferfest höchste islamische Feiertag, statt.

Das Zuckerfest, wie das Fest auch genannt wird, zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass während der zwei- bis viertägigen Feierlichkeiten viele süße Speisen und Süßigkeiten gereicht werden. „Das Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt, ist Ausdruck der religiösen und sozialen Verbundenheit in der muslimischen Community. Nach dem Festtagsgebet am Morgen des ersten Tages beginnt die Zeit der Familie: Familienmitglieder und Freunde besuchen sich, gratulieren und beschenken einander – und auch die Bedürftigen werden bedacht. Besondere Aufmerksamkeit genießen bei dem Fest die Kinder, denen neben Geldgeschenken auch die vielen Süßspeisen große Freude bereiten“, so Kamuran Sezer, Leiter des futureorg Instituts in Dortmund.

Nicht beschränkt auf Süßigkeiten

Obwohl das Ramadanfest auch als Zuckerfest bezeichnet wird, bedeutet dies nicht, dass der Sinn des Festes allein auf das Verschenken und Genießen von Süßigkeiten beschränkt bleiben muss. Insbesondere die gemeinsame Zeit mit der Familie macht das Ramadanfest für Kinder zu einem besonderen Ereignis. Der Speiseplan kann auch um frisches Obst und Gemüse ergänzt werden. In diesem Jahr fällt der Ramadan auf das Ende der Erdbeersaison und auch frische Kirschen oder Aprikosen gibt es günstig beim Obsthändler. Zudem wird das Zuckerfest für alle noch entspannter, wenn die Bewegung nicht zu kurz kommt. Ein Verdauungsspaziergang, ein Familienfußballspiel im Park oder ein Schwimmbadbesuch sind ein gutes Gegengewicht zu den Genusstagen des Zuckerfestes. „Wenn Sie muslimische Nachbarn haben, dann gratulieren Sie ihnen zum Fest, z.B. in dem Sie den Kindern der Familie Obsttütchen schenken. Solche Gesten und Begegnungen schaffen Respekt und zeugen von Anerkennung“, empfiehlt Kamuran Sezer.

Übergewicht in der türkischstämmigen Community vorbeugen

Mit dem Projekt „Lale – Iss bewusst & sei aktiv!“ engagiert sich das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und zahlreichen weiteren Kooperationspartnern für die Übergewichtsprävention in türkischstämmigen Familien. „Lale“ ist türkisch und bedeutet `Tulpe` – das türkische Symbol für Wohlbefinden. Zunächst werden im Rahmen der Initiative qualifizierte zweisprachige Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte anhand eines eigens entwickelten Konzepts zu Experten geschult. Die Experten geben anschließend das Gelernte in interaktiven Lale-Kursen für Eltern alltagsnah weiter. Das betrifft zahlreiche Informationen und Praxistipps zu den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung.

Mehr Informationen

www.lale-nrw.de
www.pebonline.de

Quelle: Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) vom 06.08.2013