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Gesundheit / Forschung

Max Rubner-Institut forscht zur Vermeidung von Übergewicht bei Kindern

Mehrere Kinder essen gemeinsam zu Mittag, das Mädchen in der Mitte lächelt
Bild: © Monkey Business - fotolia.com

Mit einer Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie will die Bundesregierung bis 2025 Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten reduzieren und den Zusatz von Zucker in Tee für Säuglinge und Kleinkinder verbieten. Das neueingerichtete Institut für Kinderernährung soll außerdem ein präventives Ernährungskonzept für Kinder und Jugendliche erarbeiten und damit zum Schutz der Kleinsten einen besonderen Beitrag leisten.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, eröffnete am 07.02.2019 das Institut für Kinderernährung am Max Rubner-Institut in Karlsruhe. „Mündige Erwachsene entscheiden für sich selbst, was sie essen möchten. Kinder, besonders kleine Kinder, können noch nicht selbst einschätzen, was für sie gesund und ausgewogen ist. Das heißt für mich: Unsere Kleinsten sind besonders schutzbedürftig – dafür trägt auch der Staat Verantwortung. Daher werde ich den Zusatz von Zucker in Tee für Säuglinge und Kleinkinder verbieten. Auch bei Beikost wie Getreidebreien setze ich mich dafür ein, dass so wenig Zucker wie möglich zugesetzt werden darf.“

Ernährungskompetenz in allen Lebensphasen stärken

Der Bundesernährungsministerin ist es wichtig, dass eine ausgewogene Ernährung aus verschiedenen Blickrichtungen angegangen wird. Neben der vom Kabinett beschlossenen Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie, mit der bis 2025 Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten reduziert werden soll, soll deshalb auch die Ernährungskompetenz in allen Lebensphasen gestärkt werden. Das neueingerichtete Institut für Kinderernährung soll deshalb ein präventives Ernährungskonzept für Kinder und Jugendliche erarbeiten. Erstmals soll wissenschaftlich erforscht werden, welche Ernährung Kinder wirklich brauchen. „Mit der Arbeit des Institutes schaffen wir einen Leuchtturm für die Forschung in diesem Bereich – in Deutschland und in Europa," sagt die Bundesministerin abschließend. Die Ministerin appellierte auch an den engen Schulterschluss zwischen Forschung und Praxis, um Erkenntnisse schnell und effizient umzusetzen.

Schulterschluss zwischen Forschung und Praxis

Den lebensphasenspezifischen Ansatz zur Entwicklung von altersabhängigen präventiven Konzepten zur Senkung von Übergewicht und Adipositas hat sich auch die neue Leiterin des Instituts, Prof. Dr. Regina Ensenauer, auf die Fahnen geschrieben. Die Wissenschaftlerin, die bereits seit 2010 das Thema Prägung in Bezug auf Adipositas mit einer großen Studie bearbeitet, steht für die Erforschung des Themas auf qualitativ höchstem wissenschaftlichen Niveau sowie für praxisnahe Problemlösungen. „Ab der Geburt spielt die frühkindliche Ernährung und die Eltern-Kind-Interaktion für die Entwicklung eines gesunden späteren Ernährungsverhaltens eine zentrale Rolle – vom Stillen über die Einführung der Beikost bis hin zur Familienernährung", führt Prof. Ensenauer aus.

Erkenntnisse zur Kinderernährung systematisch zusammenführen

Das Institut für Kinderernährung wird die vorhandenen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kinderernährung systematisch zusammenführen und bewerten. Auch Forschungslücken werden gezielt bearbeitet. Dabei stehen die Auswirkungen von Fehlernährung in der Schwangerschaft und relevante Einflussgrößen auf die frühe Ernährung im Säuglings- und Kleinkindalter ebenso im Fokus wie auch das Ernährungs- und Essverhalten von Schulkindern und Jugendlichen.

Mit der Eröffnung des Instituts für Kinderernährung wird die Nationale Stillkommission von ihrem bisherigen Sitz am Bundesinstitut für Risikobewertung an das Max Rubner-Institut verlagert. So ist die Verzahnung der hier vorhandenen Expertise mit dem neuen Institut von Anfang an gegeben.

Weitere Informationen zum Institut für Kinderernährung finden sich beim Max-Rubner-Institut.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom 13.02.2019

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