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Gesundheit

Loom Bänder sind eine Gefahr für Kleinkinder

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Bild: © moonrun - Fotolia.com

Die seit neuestem bei Kindern und Jugendlichen beliebten Loom-Bänder können eine Gefahr für Kleinkinder darstellen.

Berichte von Verletzungen mit den kleinen Gummiringen haben dazu geführt, dass in den USA und England Schulen bereits erste Verbote ausgesprochen haben. In der Schweiz warnen Kinderärzte vor den dort „Gümmelis“ genannten Freundschaftsbändern.

Was sind Loom Bänder und welche Gefahren stecken hinter ihnen tatsächlich?

Loombänder werden aus bunten Gummiringen gewebt. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Sie sind mittlerweile weltweit der Renner des Jahres. Vor allem Kinder und Jugendliche knüpfen aus quietschbunten, kleinen Gummis Freundschaftsbändchen und verschenken und tauschen sie.
Umweltschützer warnen, dass die Silikon-Produkte nicht recycelbar sind. Zudem können sie von Kleinkindern verschluckt werden. Schlimmstenfalls besteht dann Erstickungsgefahr. Es ist daher ratsam, ältere Geschwisterkinder darauf hinzuweisen, weder einzelne Ringe noch fertige Schmuckstücke herumliegen zu lassen.

Toxikologen warnen vor Weichmachern (Phthalaten), die sich durch Speichel aus den Gummiringen lösen können. Auch wenn die Stiftung Warentest in einem aktuellen Schnelltest bei keinem der geprüften Bänder gesundheitsgefährdende Phthalate oder PAK nachweisen konnte, lassen sich diese Ergebnisse nicht generalisieren. Sie beziehen sich lediglich auf sechs untersuchte Bänder. In einem aktuellen Produktrückruf weist RAPEX, das europäische Schnellwarnsystem auf die Loom Bänder des Herstellers PMS hin. Diese "Loom Charms" werden wegen einer Schadstoffbelastung vom Markt zurückgerufen.

Loom Bänder sind als Spielzeug einzustufen und müssen den Anforderungen der europäischen Spielzeugrichtlinie und den zugehörigen Normen entsprechen. Sie sollten demnach eine CE-Kennzeichnung aufweisen. Generell ist es beim Kauf von Spielzeug zu empfehlen, darüber hinaus auf das GS-Zeichen zu achten, denn es garantiert geprüfte Sicherheit durch unabhängige Prüfstellen. Bei den Freundschaftsbändchen gibt es aber bisher keine Kaufprodukte mit GS-Zeichen.

Letztlich sind die Verbraucherinnen und Verbraucher selbst gefragt, auf hochwertige Qualität zu achten und mit Kindern über Gefahren, die von den Freundschaftsbändchen ausgehen können, zu sprechen. Riechen die Bändchen beim Öffnen der Verpackung extrem unangenehm, kann das ein Hinweis auf Schadstoffe sein. Bewahren Sie die Bänder für Kinder unter drei Jahren unzugänglich auf.

Quelle: Newsletter 2014/3 der BAG Mehr Sicherheit für Kinder

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