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Gesundheit / Kinder- und Jugendschutz

Landesgesundheitskonferenz NRW verabschiedet Entschließung zu Erhalt und Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens will gemeinsam mit Kommunen, Krankenkassen, Krankenhäusern, Selbsthilfe- und Patientenvertretungen, Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie anderen in den Gesundheitsberufen Tätigen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen verbessern. Darauf verständigten sich heute die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landesgesundheitskonferenz in Düsseldorf.

„Die hohe Zahl psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen ist alarmierend. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es bei etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen schon Hinweise auf psychische Auffälligkeiten gibt, die je nach Ausprägung und Schweregrad bereits das Stadium einer Krankheit erreicht haben können", sagte Steffens. Um Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, müssten Defizite behoben und Strukturen des Gesundheitssystems weiterentwickelt werden. "Dafür hat die Landesgesundheitskonferenz heute die Weichen gestellt", freute sich die Gesundheitsministerin.

„Am Beispiel der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird aber auch deutlich, dass das Gesundheitssystem nicht alleiniger Reparaturbetrieb für die Gesellschaft sein kann", erläuterte die Ministerin. Ohne qualifizierte Bildungs- und Familienpolitik, ohne die Schaffung der notwendigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in ihren jeweiligen familiären oder sozialen Bezügen, ohne eine familiengerechte Arbeits-, Verkehrs-, Wohnungs- und Städtebaupolitik und ohne umfassende Integrationspolitik könnten keine durchgreifenden Erfolge erzielt werden.

Die Entschließung der Landesgesundheitskonferenz zu Erhalt und Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen setze insbesondere auf Prävention und die Erleichterung des Zugangs zu bedarfsgerechten und vernetzten Hilfen. Die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen für den bedarfsgerechten Ausbau der Beratungs- und Versorgungsangebote müssten weiterentwickelt werden. Ministerin Steffens forderte den Bund auf, für die nachhaltige Finanzierung eines leistungsfähigen Gesundheitssystems zu sorgen. "Mir ist wohl bewusst, dass die Umsetzung der Entschließungsempfehlungen angesichts der insgesamt sehr schwierigen Finanzlage von Land, Kommunen und Sozialleistungsträgern nur mit erheblichen Kraftanstrengungen aller Beteiligten zu leisten sein wird", betonte die Ministerin. "Aber unter dem Strich wird sich ein Mehr an Prävention heute in der Vermeidung von Folgekosten morgen rechnen", so Steffens.

 Mitglieder der Landesgesundheitskonferenz sind unter anderem die Kammern der Ärztinnen und Ärzte, der Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, die Verbände der Krankenkassen, die Rentenversicherungsträger, die Krankenhausgesellschaft, Selbsthilfe- und Patientenvertretungen, die Freie Wohlfahrtspflege, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervereinigungen.

Der komplette Wortlaut der Entschließung der Landesgesundheitskonferenz "Erhalt und Sicherung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen" findet sich unter dem beigefügten Hyperlink.

 

Quelle: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

http://www.mgepa.nrw.de/pdf/gesundheit/2010-12-09_LGK_2010.pdf

 

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