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Gesundheit

Kooperationsverbund "Gesundheitliche Chancengleichheit" wird zehn Jahre alt

Eine Medizinerin mit einem kleinen Jungen auf dem Arm
Bild: © DoraZett - Fotolia.com

Vor zehn Jahren wurde der Kooperationsverbund "Gesundheitliche Chancengleichheit" gegründet. Ziel ist es, Menschen in sozial belastenden Lebensumständen mit Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung zu erreichen.

Was 2003 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ins Leben gerufen wurde und zunächst in vergleichsweise kleiner Runde begann, hat sich zu einem echten Zukunfts-modell entwickelt. Mittlerweile sind Akteurinnen und Akteure aus über 50 Organisationen im Verbund dabei: Kommunale Spitzenverbände, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände, alle Landesvereinigungen für Gesundheit, die Nationale Armutskonferenz, die Bundesagentur für Arbeit und der Deutsche Olympische Sportbund. Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt die Aktivitäten des Verbundes, der von der BZgA maßgeblich koordiniert und weiterentwickelt wird.

"Der Kooperationsverbund ‚Gesundheitliche Chancengleichheit’ setzt sich bundesweit für die sozialbezogene Gesundheitsförderung vor allem bei Kindern, Arbeitslosen und älteren Menschen ein und fördert konkret die Vernetzung der Partner untereinander", sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin BZgA. "Indem kontinuierlich neue Partner aus verschiedenen Handlungsfeldern eingebunden wurden, konnten sich neue Arbeitsstrukturen und Projekte entwickeln. Das ist ein wichtiger Prozess, um die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit zunehmend flächendeckend zu gewährleisten."

Zentrales Thema des Kooperationsverbundes ist der kommunale Partnerprozess "Gesund aufwachsen für alle". Daran beteiligen sich über 70 Kommunen aus allen Bundesländern. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie vernetzte Strukturen, so genannte Präventionsketten, zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aufbauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen dabei voneinander, wie sie ihre Ämter und Institutionen so vernetzen können, dass Familien mit Kindern in unterschiedlichen Lebensphasen notwendige Angebote erhalten, die zu besseren Gesundheitschancen führen. Grundlage des "Kommunalen Partnerprozess" sind die vom Kooperationsverbund entwickelten Handlungsempfehlungen.

Konkrete Angebote wie etwa "Fit for Kids" - Frühprävention im Kindergarten zeigen auf, wie auch mit wenig Geld Bewegungsangebote in Kitas entstehen können und wie diese sich positiv auf die Gesundheit der Kinder auswirken. Ziel von "Mentor - Die Leselernhelfer" ist es, die Sprach- und Lesekompetenzen von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien durch individuelle Förderung zu verbessern und ihre Lesemotivation zu erhöhen. Zu diesem Zweck sind vorwiegend Seniorinnen und Senioren, aber auch Studierende aufgerufen, sich ehrenamtlich als Leselernhelfer zu engagieren. Sie vermitteln Kindern und Jugendlichen bis zur zehnten Klasse in Einzelbetreuung Freude am Lesen und darüber eine verbesserte Lesefähigkeit.

Dass Musik und Gesundheitsförderung eine erfolgreiche Verbindung eingehen können, zeigt das "Projekt Superklasse". Dabei setzen sich Schülerinnen und Schüler, insbesondere aus sozial benachteiligten Familien, intensiv mit der Frage auseinander, was sie brauchen, um sich wohlzufühlen und ein gesundes Leben zu führen. Sie produzieren Lieder zu den Themen Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit und können dabei ihre persönliche Sichtweise von Gesundheit kreativ äußern.

Mehr Informationen zum Kooperationsverbund und seinen Projekten sind zu finden unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Die Studie "10 Jahre Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit" ist in Kürze unter www.bzga.de abrufbar.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 07.11.2013

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