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Gesundheit

Karneval: BZgA fordert Erwachsene auf, Kindern und Jugendlichen ein gutes Vorbild zu sein

Drehende Diskokugel

An den Karnevalstagen werden die Folgen eines erhöhten Alkoholkonsums oft unterschätzt. Vielen ist unbekannt, wie Alkohol im Körper wirkt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert über Promille und die Auswirkungen.

Bereits bereits ab 0,3 Promille im Blut läßt das Urteilsvermögen nach und die Risikobereitschaft steigt. Ab ca. 0,5 Promille kommt es zu einer erhöhten Reizbarkeit. Ab 0,8 Promille ist die Sehfähigkeit eingeschränkt. Ab 1,0 Promille fällt das Sprechen schwer und es kommt zu Orientierungs- und Gleichgewichtsstörungen. An den tollen Tagen trägt Alkohol oftmals zu Aggressivität und Gewalt gegen andere bei und erhöht die Unfallgefahr, vor allem auch im Straßenverkehr.

Die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Dr. Heidrun Thaiss spricht sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol an den jecken Tagen aus. "Zum Karneval gehört natürlich gute Stimmung, aber nicht zwangsläufig auch Alkohol. Dies gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die sehr viel empfindlicher bereits auf geringe Alkoholmengen reagieren. Auch Erwachsene sollten beim Konsum zurückhaltend sein und den Jugendlichen vorleben, dass Karneval nicht zwingend mit dem Trinken größerer Mengen Alkohol einhergehen muss", so Dr. Thaiss.

Mit spürbaren körperlichen Auswirkungen einhergehende Promillewerte werden schnell erreicht. Bereits nach einem halben Liter Bier kann eine erwachsene Frau mit einem Gewicht von 55 Kilogramm einen Promillewert von 0,6 erreichen. Ein Mann mit einem Gewicht von 80 Kilogramm kommt bei derselben Menge Alkohol auf einen Promillewert von 0,36. Dr. Heidrun Thaiss rät allen feiernden Karnevalisten deshalb, sich beim Konsum alkoholischer Getränke zurückzuhalten: "Alkohol ist kein Durstlöscher. Man sollte abwechselnd auch immer wieder nichtalkoholische Getränke trinken und auf Trinkspiele und Runden verzichten." Darüber hinaus betont die Leiterin der BZgA: "Zum Lustigsein braucht man nicht unbedingt Alkohol. Wasser und nichtalkoholische Getränke beugen dabei der Austrocknung vor und sind deshalb das beste Mittel gegen einen Kater."

Weiterführende Links:

Weitere Informationen gibt es auf folgenden Internetseiten der Alkoholpräventionskampagnen der BZgA:

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 11.02.2015