Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gesundheit

Gesundheit

Internationaler Männertag am 19. November: BZgA weist auf die Risiken von Glücksspielen hin

Mehrere Glücksspielautomaten
Bild: Jacqueline Munoz   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen, dass Männer häufiger an Glücksspielen teilnehmen als Frauen und dabei auch mehr Geld einsetzen. Auch sind zwei Drittel der Personengruppe, die Probleme mit Glücksspielen haben, Männer.

Problematisches Glücksspielverhalten äußert sich zum Beispiel darin, dass die Betroffenen ständig ans Spielen denken müssen, sich von Familie und Freunden zurückziehen und irgendwann auch Schulden machen, um spielen zu können.

2,1 Prozent der Männer, die in den letzten 12 Monaten vor der Befragung mindestens einmal am Glücksspiel teilgenommen haben, leiden unter Glücksspielproblemen bis hin zur Glücksspielsucht. Bei den Frauen liegt diese Quote bei 1,3 Prozent. Dabei ist das Risiko bei Glücksspielern mit Migrationshintergrund oder mit niedrigem Bildungsabschluss beziehungsweise unter arbeitslosen Glücksspielern noch höher: Hier finden sich deutlich mehr problematisch oder süchtig Spielende.

"Für Männer haben Glücksspiele scheinbar eine größere Faszination als für Frauen. Besorgniserregend ist, dass sich bei den jungen Männern zwischen 18 und 20 Jahren der Anteil derer, die wöchentlich oder häufiger an Geldspielautomaten spielen, seit 2007 mehr als verdreifacht hat und von 5,8 Prozent auf 19,5 Prozent angestiegen ist", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Umso wichtiger ist es für diese Gruppe, Präventionsangebote zu verstärken, denn zielgerichtete Maßnahmen können einer Suchtentstehung vorbeugen."

Auf der Internetseite der BZgA www.spielen-mit-verantwortung.de finden Betroffene und Angehörige ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot mit einem Selbsttest zum eigenen Glücksspielverhalten, einem kostenlosen Online-Ausstiegsprogramm und einer Chat-Sprechstunde.

Darüber hinaus besteht für Betroffene und Angehörige die Möglichkeit zur telefonischen Beratung unter der gebührenfreien Rufnummer 0800-1 37 27 00.

Broschüren zum Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht können ebenfalls kostenfrei unter folgender Adresse bestellt werden:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Fax: 0221-8992257
E-Mail: order@DontReadMebzga.de
Internet: www.bzga.de/infomaterialien [ http://www.bzga.de/infomaterialien/gluecksspielsucht/ ].

Unter www.bzga.de/forschung [ http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/gluecksspiel/ ] stehen die Studien über das Glücksspielverhalten in Deutschland zum Download bereit.

Unter www.maennergesundheitsportal.de bietet die BZgA Ratsuchenden qualitätsgesicherte und besonders für Männer aufbereitete Informationen rund um das Thema Gesundheit.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 18.11.2013