Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gesundheit

Gesundheit / Coronavirus

Impfen rettet Leben: Wichtigster Schutz vor Masern, Krebs und weiteren lebensbedrohlichen Krankheiten

Zwei junge Frauen in weißen Kitteln arbeiten in einem Labor.
Bild: © Kzenon - fotolia.com

Gegen viele lebensbedrohliche Erkrankungen gibt es bereits heute Impfstoffe. Diese Impfungen immer aber immer noch von der Bevölkerung zu wenig genutzt. Deshalb weist Bundesforschungsministerin Karliczek auf die Bedeutung von Impfungen für die Gesundheit eines jeden einzelnen Menschen hin. Dies werde in der aktuellen Coronakrise besonders deutlich. Impfungen schützten aber auch vor zahlreichen anderen Erkrankungen und seien insbesondere bei Kindern entscheidend für den Schutz von Menschenleben.

„Impfen rettet Leben. Die Bedeutung von Impfstoffen zeigt sich vor allem in der Coronakrise: Die Frage nach der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus beschäftigt derzeit die Forschung, Unternehmen, die Politik und jeden einzelnen von uns wie kaum eine andere. Erst wenn uns alle eine Impfung wirksam gegen COVID-19 schützen kann, werden wir die Krankheit besiegen und in vielen Lebensbereichen zur ersehnten Normalität zurückkehren können.“ Das betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek anlässlich der 15. Europäischen Impfwoche (EIW), die vom 20. bis 26. April 2020 stattfand.

Unter dem Motto „Vorbeugen – Schützen – Impfen“ richtet sich die EIW an Eltern, Betreuer, in Gesundheitsberufen Tätige, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und Medienvertreterinnen und -vertreter. Sie alle sollen dafür sensibilisiert werden, dass jede einzelne Impfung, vor allem von Kindern, entscheidend für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben ist.

Impfmüdigkeit gefährdet die Gesundheit der Menschen

„Doch dabei dürfen wir eines auf keinen Fall vergessen: Gegen viele lebensbedrohliche Erkrankungen gibt es bereits heute Impfstoffe. Leider werden diese Impfungen immer noch viel zu wenig von der Bevölkerung genutzt. Diese Impfmüdigkeit gefährdet die Gesundheit vieler Menschen. So ist es wichtig, sich gegen Masern impfen zu lassen. Masern können zu schweren Krankheitsverläufen führen,“ so die Bundesforschungsministerin weiter.

Gegen viele weniger bekannte Erkrankungen gibt es heute Impfungen. Dazu gehören auch verschiedene Arten von Krebs. So können humane Papillomviren (HPV) mehrere Krebsarten verursachen, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs. Dagegen schützt eine HPV-Impfung. Noch liegt die Impfquote in Deutschland aber deutlich unter den 70 Prozent, die für eine sogenannte Herdenimmunität mindestens nötig sind. So erkranken jedes Jahr hierzulande Tausende Frauen und Männer an HPV-bedingtem Krebs.

Impfen schützt auch vor verschiedenen Arten von Krebs

In der Nationalen Dekade gegen Krebs setzen wir uns dafür ein, die Krebsprävention zu stärken und so viele Krebsneuerkrankungen wie möglich zu verhindern. Helfen Sie uns dabei, Krebs und andere schwere Krankheiten zu vermeiden. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen. Lassen Sie sich impfen! Denn Impfungen retten Leben.“

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Dabei sind moderne Impfstoffe gut verträglich und haben nur in seltenen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen. Das gilt auch für die HPV-Impfung. Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren, oftmals schon beim ersten Sexualkontakt. Meist verläuft die Infektion unerkannt und klingt von selbst wieder ab. Bislang sind mehr als 200 HPV-Typen bekannt, von denen etwa 12 als krebserregend eingestuft werden. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 7.700 Menschen an HPV-bedingtem Krebs, allen voran an Gebärmutterhalskrebs, aber auch an Krebs im Mund- und Rachenraum, im Darmausgang oder im männlichen Genitalbereich.

Weitere Informationen:

www.bmbf.de/de/corona-das-ist-der-stand-bei-der-impfstoff-entwicklung-11152.html
www.bmbf.de/de/informationsportal-zum-coronavirus-11164.html
www.bmbf.de/de/nationale-dekade-gegen-krebs-7430.html

Weitere Informationen zur Europäischen Impfwoche finden sich außerdem in der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 22.04.2020