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Gesundheit / Kinder- und Jugendarbeit

Haderthauer: Kinderhospizarbeit ist ein junger, aber überaus wichtiger Teil der Hospizarbeit

"Jährlich versterben etwa 600 bis 700 Kinder in Bayern an lebensverkürzenden Erkrankungen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben auch am Ende ihres jungen Lebens besondere Bedürfnisse. Ganz wichtig ist es, die betroffene Familie als Ganzes zu sehen. Kinderhospizarbeit ist daher vor allem auch Familienbetreuung", erklärte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer anlässlich des bundesweiten Tages der Kinderhospizarbeit.

"Sinn der Betreuung ist es, den Familien die noch verbleibende Lebenszeit ihrer Kinder so schön wie möglich zu machen. Die unheilbare Erkrankung eines Kindes stellt eine absolute Grenzsituation für die betroffenen Familien dar", betonte die Ministerin und lobte den unschätzbaren Dienst, den spezielle Kinderhospizdienste wie das Ambulante Kinderhospiz München oder der Malteser Kinderhospizdienst hier leisten. "Auch bei zahlreichen der rund 140 ambulanten Hospizdiensten für Erwachsene gibt es bereits speziell geschulte Kinderhospizhelfer und Familienbegleiter. Diese schwierige Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen verdienst höchsten Respekt und Anerkennung, denn Hospizarbeit zählt zu den sensibelsten ehrenamtlichen Aufgaben", so Haderthauer.

"Es ist unsere Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um die notwendige flächendeckende Versorgung mit speziell geschulten Kinderhospizhelfern und Familienbegleitern zu erreichen. Unser Ziel ist deshalb ein abgestimmtes 'Kinderhospiz- und Kinderpalliativkonzept' für Bayern. Besonders wichtig ist mir dabei eine Vernetzung über die verschiedenen Sektorengrenzen - stationär und ambulant - hinaus. Nur so können betroffene Familien optimal versorgt werden. Mit einer gemeinsamen Interessenvertretung aller im Hospizbereich Tätigen unter dem 'gemeinsamen Dach' des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes sowie der bayerischen Wohlfahrtsverbände wollen wir die vorhandenen Strukturen weiterentwickeln und erreichen, dass eine Begleitung und Versorgung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien soweit wie möglich zu Hause in vertrauter Umgebung möglich ist", so Haderthauer abschließend. 

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