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Gesundheit

Großbritannien: Ärzte bei jugendlichen Selbstverletzungen häufig hilflos

Viele Ärzte wissen nicht, wie sie junge Menschen unterstützen können, die sich selbst verletzen. Laut einer Studie von YoungMinds sehen sich oft auch Lehrer und Eltern nicht in der Lage, mit diesem Thema umzugehen.

Insgesamt wurden rund 2.500 Personen in Großbritannien zu ihrer Haltung gegenüber Selbstverletzungen befragt. Die Teilnehmer setzten sich aus Ärzten, Teenagern und ihren Eltern zusammen.

Reden über Drogen und Sex leichter

Die laut eigenen Angaben erste Studie zu diesem Thema hat ergeben, dass fast die Hälfte der 200 befragten Ärzte das Gefühl hatte, nicht verstehen zu können, warum sich jemand selbst verletzen wollen könnte. Mehr als 80 Prozent der Mediziner hatte das Gefühl, über keine ausreichende Ausbildung für den Umgang mit diesem schwierigen Thema zu verfügen.

Die Studienergebnisse legen auch nahe, dass es vielen Lehrern leichter fällt, über Drogen und ungeschützen Sex zu reden als über Selbstverletzungen. Die Zahlen des National Health Service (http://nhs.uk) zeigen in den vergangenen zehn Jahren eine ständige Zunahme von Menschen unter 25 Jahren, die in England ins Krankenhaus eingewiesen werden, nachdem sich sich absichtlich selbst verletzt haben.

Selbstverletzung als einziger Ausweg

2010 wurden fast 38.000 Fälle behandelt, berichtet die BBC. 2001 waren es noch 22.555. Das Gesundheitsministerium (http://www.dh.gov.uk) arbeitet derzeit an neuen Ausbildungsmöglichkeiten für jene, die sich mit jungen Menschen auseinandersetzen. Sie sollen helfen, besser mit psychischen Problemen umzugehen. Der Fall von Will Herring ist beispielhaft. Er hat mit 17 Jahren damit begonnen, sich selbst zu verletzen.

Nach dem Ende seiner ersten Beziehung war er so verzweifelt, dass er sich mit einem Messer Schnitte im Unterarm beigebracht hat. Damals hatte der heute 20-Jährige die Narben versteckt. Er erhielt Unterstützung, nachdem seine Eltern herausgefunden hatten, dass er sich Schnittwunden zufügte. Herring selbst bezeichnet diese Erfahrungen als in gewisser Weise tragisch.

Quelle: pressetext.redaktion