Achtung Icon

Relaunch - Am 19. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 19. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gesundheit

Gesundheit

Gesundheitsministerin Golze fordert umfangreiche Impfberatung statt Impfpflicht

Kind beim Arzt
Bild: © Sura Nualpradid - Fotolia.com

Eine gesetzliche Impfpflicht lehnt Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze ab, doch sie betont den Bedarf einer umfangreichen ärztlichen Beratung, die alle Eltern über die Vorteile der Impfungen aufklärt.

Zur aktuellen Diskussion über die Einführung einer gesetzlichen Impflicht gegen Masern sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze am 23. Februar: "Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung muss weiter steigen. Dazu brauchen wir eine umfangreiche ärztliche Beratung, die alle Eltern über die Vorteile der Impfungen aufklärt. Eine gesetzliche Impfpflicht lehne ich aber ab. Mit Sanktionen werden wir Impfskeptiker nicht überzeugen."

Golze betonte: "Masern sind sehr ansteckend und keine harmlose Kinderkrankheit. In Einzelfällen können Masern lebensbedrohlich sein. Das zeigt der tragische Fall aus Berlin, wo jetzt ein Kleinkind an Masern gestorben ist. Das kann auch in Brandenburg passieren. Das muss allen Eltern, die eine Impfung verweigern, bewusst sein. Impfverweigerer handeln verantwortungslos und egoistisch, denn sie verlassen sich darauf, dass die anderen sich impfen lassen und ihnen dann schon nichts passiert. Damit gefährden sie aber nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern auch andere Säuglinge, die noch nicht geimpft werden konnten."

Die Impfquote der Brandenburger Kinder und Jugendlichen ist sehr hoch: die zweimalige Masern-Impfung haben 88,1 Prozent aller Kita-Kinder, 95,2 Prozent aller Einschüler und 95,4 Prozent aller Zehntklässler. Damit ist die Zielsetzung der WHO, bei der zweimaligen Masern-Impfung eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zu erreichen, bei den Schulkindern in Brandenburg erreicht.

Golze sagte: "Am besten wäre es natürlich, wenn alle Menschen, die bisher noch nicht an Masern erkrankt waren, gegen Masern geimpft wären. Nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene sollten ihren Impfstatus durch eine Kontrolle der Impfbücher zum Beispiel durch Hausärzte überprüfen und gegebenenfalls fehlende Impfungen nachholen lassen."

In diesem Jahr wurden in Brandenburg bis heute 46 Masern-Fälle gemeldet, darunter sind 21 Kinder im Alter bis 5 Jahre und 12 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 bis 15 Jahren. Betroffen sind acht Landkreise (Barnim, Dahme-Spreewald, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark) sowie die kreisfreie Stadt Potsdam. Laut Robert-Koch-Institut gab es in Brandenburg im Jahr 2014: insgesamt 13 Masernfälle, 2013: 59, 2012: 0 und 2011: 27.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Brandenburg vom 23.02.2015

Info-Pool