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Drogenbeauftragte

Förderung für das Jugend-Frühinterventionsprojekt FriDA

Eine Frau sitzt angespannt im Gespräch mit einer Therapeutin, die sich Notizen macht
Bild: © loreanto - fotolia.com

Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt „FriDA“ (Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz) mit 123.965 Euro, um den Zugang von minderjährigen Cannabiskonsumierenden in die ambulante Suchthilfe zu verbessern.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig: „Die Zahlen steigen seit Jahren, das ist nicht zu tolerieren. Wir müssen problematisch konsumierende Jugendliche unbedingt früher erreichen. Projekte wie Frida sind da ein wichtiger Baustein. Wenn auch in den Familien klar ist, wie wichtig Aufklärung und Information über die gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums sind, sind wir schon weiter!“

Laut der aktuellen Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) steigt der Cannabiskonsum bei den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bei den 12- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen gaben 9,5 Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2011 waren es noch 6,2 Prozent.

Das Beratungskonzept „FriDA“ ist familienorientiert ausgerichtet und zielt auch auf eine Stärkung der Vernetzung von Suchthilfe, Jugendhilfe und Schule ab. Zielgruppe sind Familien mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, in denen jugendlicher Substanzkonsum als Problem wahrgenommen wird. Im Projektzeitraum bis Ende März 2023 soll das FriDA-Beratungskonzept in zwölf Einrichtungen der ambulanten Suchthilfe eingesetzt und evaluiert werden.

Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung vom 02.10.2020