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Gesundheit / Europa

Familienministerin Haderthauer: "Kein Gift in Kinderhände - Die EU muss rasch handeln!"

Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer hat heute in München die europäische Kommission aufgefordert, den deutschen Vorschlag für ein Verbot der besonders gefährlichen PAK schnellstmöglich rechtlich umzusetzen.

"Die Tage werden wieder kürzer - der Herbst steht vor der Tür. Unsere Jüngsten stören sich nicht an dem nasskalten Wetter. Für sie ist es das Größte, durch die Pfützen zu stapfen und buntes Laub und Kastanien zu sammeln. Die Gummistiefel sind in dieser Zeit täglicher Begleiter. Den Eltern kann der Spaß aber schnell vergehen. Denn leider erreichen uns immer wieder Berichte über schädliche Substanzen wie PAK - krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe -, die nicht nur in Gummistiefeln, sondern auch in Spielzeug gefunden werden. Das ist für mich nicht hinnehmbar! Gerade unsere Kleinsten sind die am stärksten auf Schutz angewiesenen Verbraucher. Dabei darf es keine Kompromisse geben! Deshalb habe ich die europäische Kommission aufgefordert, den deutschen Vorschlag für ein Verbot der besonders gefährlichen PAK schnellstmöglich rechtlich umzusetzen", so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer heute in München.

Nach Angaben der Industrie kann auf PAK in Kunststoffen, aus denen viele Verbraucherprodukte hergestellt werden, sehr gut verzichtet werden. Stichproben haben ergeben, dass importierte Billigprodukte sehr viel häufiger und stärker mit PAK und Weichmachern wie Phthalaten belastet sind als Qualitätsprodukte. "Zu allem Übel werden krebserzeugende PAK besonders über die Haut aufgenommen. Ich kann allen Eltern nur raten, beim Kauf von Produkten aus Kunststoff nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Aussehen, Geruch und das GS-Prüfzeichen zu achten. Hier gilt das Motto: Weniger ist manchmal mehr! Für die Gesundheit unserer Kinder sind ausgewählte und hochwertige Produkte besser, als billiges Spielzeug in Massen", so Haderthauer abschließend.

Die Bundesregierung hat der EU-Kommission einen Vorschlag zum Verbot von PAK in Verbraucherprodukten unterbreitet. Ein solches Verbot würde auch für Spielzeug gelten, in dem sonst ab dem Jahr 2013 mehr PAK enthalten sein dürfte, als in Autoreifen.

Herausgeber: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

 

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