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Gesundheit / Förderung der Erziehung in der Familie

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2012 zum Thema Stottern

Ein Junge mit einem Papierknäuel im Mund
Bild: obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie

Etwa 5 Prozent aller Kinder erleben vor ihrem 12. Lebensjahr eine Phase des Stotterns. Meist tritt dies im Alter zwischen 2 und 6 Jahren erstmals auf. Etwa 75% dieser Kinder überwinden ihr Stottern innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst.

Kernsymptome des Stotterns sind unfreiwillige Silben- und Lautwiederholungen, Dehnungen und Blockierungen. Dazu können Begleitsymptome auftreten, beispielsweise das Mitbewegen von Körperteilen, Schweißausbrüche, Erröten, das Vermeiden bestimmter Wörter, Schamgefühle oder Sprechangst.

Viele Eltern fragen sich, wie sie sich verhalten sollen, wenn ihr Kind stottert. Dazu einige Tipps:

  • Wenn Sie verunsichert sind, lassen Sie sich von einem Experten (zum Beispiel einer Logopädin) beraten, ohne dass Ihr Kind zunächst dabei ist.
  • Wenn sich das Stottern verfestigt, sollten Sie nicht so tun, als ob Sie dies nicht bemerken. Sprechen Sie das Stottern an und geben Sie Ihrem Kind die Rückmeldung: "Du bist ok, so wie du bist".
  • Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu und sehen Sie es an, auch wenn es stottert.
  • Unterbrechen Sie Ihr Kind nicht, wenn es stottert.
  • Setzen Sie Ihr Kind nicht mit Ratschlägen unter Druck ("Hol' erst mal tief Luft").
  • Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern.
  • Vermeiden Sie Hektik und ein zu hohes eigenes Sprechtempo.

Expertenhotline:

Fragen zum Thema Stottern beantworten Experten des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V.(dbl) und der Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe (BVSS) am:

Dienstag, dem 6. März 2012 von 17:00 bis 20:00 Uhr unter der Rufnummer 01805-225513 (ein Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 Euro/Minute aus Mobilfunknetzen). 

Weitere Informationen: www.dbl-ev.de

Quelle: PM Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.