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Hilfen zur Erziehung / Gesundheit

eltern.aktiv - Elternarbeit im Mittelpunkt der ambulanten Suchthilfe

Die Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe startet gemeinsam mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) das vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Projekt „Eltern.aktiv - Pro-aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe“.

„Ich habe in den Sachen meines Kindes Cannabis gefunden.“ „Ich habe den Verdacht, dass mein Kind Drogen konsumiert.“ „Unser Kind ist nur noch mit seiner Clique zusammen, in der alle trinken. Was nun?“ Viele Eltern sind überfordert, wenn es um den Suchtmittelkonsum ihrer Kinder geht. Um Eltern in diesen Situationen angemessen helfen zu können, starten die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Koordinationsstelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Projekt „Eltern.aktiv - Pro-aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe“.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Zum Auftakt findet ein Workshop am 14./15. Dezember in Münster statt. Acht Suchthilfeeinrichtungen aus ganz Deutschland sowie vier Jugendämter aus Westfalen-Lippe nehmen teil.

 

Gerade jugendliche Konsumierende stehen im Mittelpunkt der Sorge ihrer Angehörigen. Der (Erst-)Konsum findet in einem Alter statt, in dem die Eltern die Erziehungsverantwortung tragen. Das Einstiegsalter des Alkoholkonsums liegt bei 13,2 Jahren. 20,4% der 12- bis 17-Jährigen praktizierten in den letzten 30 Tagen vor Befragung „Binge-Drinking“. Das entspricht einer Anzahl von fast 1 Million Kindern und Jugendlichen. 6,2% der Jugendlichen konsumieren eine selbst für Erwachsene riskante Alkoholmenge. Rund 100.000 Jugendliche betreiben schädlichen Alkoholkonsum. Cannabis stellt zudem ein nicht unerhebliches Problem dar. Beim ersten Cannabiskonsum sind die Jugendlichen durchschnittlich 16,4 Jahre alt. Regelmäßig konsumieren 1,1% der 12- bis 17-Jährigen Cannabis, von den 12- bis 25-Jährigen 2,3%. Das entspricht einer Anzahl von über 300.000 jungen Menschen.

Beim Zugang zu jungen Suchtmittelkonsumierenden nehmen Eltern eine Schlüsselfunktion ein. Zunehmend häufiger suchen besorgte Eltern Hilfe und Unterstützung in Einrichtungen der Suchthilfe. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel, pro-aktiv sowohl Eltern selbst als auch über die Eltern missbräuchlich oder schädlich konsumierende Jugendliche effizient zu erreichen. Sie sollen frühzeitiger und angemessen unterstützt werden. Erforderlich sind die Initiierung und Förderung effizienter Kooperationen zwischen den Einrichtungen der Suchthilfe und Vermittlerinstitutionen, wie z.B. der Jugendhilfe.
In dem zweijährigen Bundesprojekt „Eltern.aktiv“ nehmen Suchthilfeeinrichtungen aus den Standorten Berlin, Beckum/Oelde, Hamburg, Ludwigsburg/ Bietigheim, Osnabrück, Prenzlau, Rheinfelden und Wuppertal teil. Aus Westfalen-Lippe beteiligen sich die Jugendämter der Städte Dortmund, Paderborn und Rheine sowie der Märkische Kreis. Effektive Zugangsstrategien, ein systematisiertes Erstgespräch sowie begleitende Elternschulungen werden entwickelt und in den beteiligten Beratungsstellen umgesetzt. Die Stärkung von Kooperationen und der Aufbau von Netzwerken tragen dazu bei, Eltern und Jugendliche frühzeitig zu erreichen. Das Ziel ist: Durch die optimierten Angebote der Suchthilfe sollen Eltern im Umgang mit Suchtmittel konsumierenden Kindern gestärkt werden.

Teilnehmende Standorte für das Bundesprojekt sind:

• Berlin
• Prenzlau
• Hamburg
• Osnabrück
• Beckum/Oelde
• Wuppertal
• Rheinfelden
• Ludwigsburg/Bietigheim


Standorte des westfälischen Projekts sind:


• Rheine
• Paderborn
• Dortmund
• Märkischer Kreis

Beide Projekte werden im Oktober 2011 beendet sein.


Weitere Informationen zu Eltern.aktiv finden Sie hier:

Quelle: DHS/LWL

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