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Gesundheit

Stationsneubau der LVR-Klinik Bonn verbessert Platz- und Behandlungsangebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Junge Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen finden auf der neuen geschützt-geschlossenen Station zeitgemäße und adäquate Hilfe.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat am 1. Februar am Standort Bonn eine neue geschützt-geschlossene Station mit zwölf Behandlungsplätzen eröffnet, die höchste Maßstäbe im Bereich Behandlung und Raumgestaltung erfüllt. Junge Menschen, die besonders schwere Verhaltensstörungen entwickelt haben, finden nun Hilfe im zeitgemäß konzipierten Gebäude der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der LVR-Klinik Bonn. Fortan können hier junge Menschen aus einem breiten Spektrum kinder- und jugendpsychiatrischer Störungen behandelt werden - dies gilt für geplante Aufnahmen genauso wie für Krisensituationen. 
 
Die Anforderungen wachsen, der Leistungsdruck steigt − nicht jeder junge Mensch kann diesen Belastungen in der heutigen Gesellschaft Stand halten. Mancher Heranwachsende gerät in eine behandlungsbedürftige, psychische Krise. Studien sprechen von jedem fünften Jugendlichen. Besonderen Schutz benötigen dabei Patientinnen und Patienten mit Essstörungen und extrem niedrigem Gewicht, in akuten Erregungszuständen oder in Krisen, die einer affektiven oder schizophrenen Störung zu Grunde liegen. "Bereits in jungen Jahren kann die Seele junger Menschen Schaden nehmen. Die Ursachen dafür setzen sich oft aus unterschiedlichen Faktoren zusammen", sagte Michael van Brederode, Leiter des LVR-Fachbereiches Planung, Qualitäts- und Innovationsmanagement des Klinikverbundes und Verbundes Heilpädagogischer Hilfen, im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Neubaus in Bonn. "Schnelle und adäquate Behandlungsangebote sind wichtig, um Langzeitschäden zu vermeiden und Verhaltensstörungen zu heilen oder lindern. Dieser Neubau schafft nun Platz für erkrankte Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, die auf ihrem Weg durch und aus der Krise besonderen Schutz während der Therapie benötigen", so van Brederode weiter.
 
Neben der Behandlung und Betreuung durch ein multidisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten, Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erziehern sowie Pflegefachkräften ist auch eine Unterbringung zum Wohlfühlen wichtig. Helle geräumige Patientenzimmer sind ebenso in den Neubau integriert wie großzügig geschnittene Behandlungs-und Fachtherapieräume und eine Therapieküche. Die dazugehörigen Außenbereiche wurden auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden zugeschnitten. 
 
Der 1,5-stöckige Massivbau der LVR-Klinik Bonn ist in anderthalbjähriger Bauzeit als energie- und umweltfreundliches Passivhaus mit einem Gründach und Solaranlage errichtet worden. Im Erdgeschoss sind neben der Akutaufnahme die Patientenzimmer der Station und die Aufenthaltsbereiche - wie Wohnen und Essen - untergebracht. Weiterhin gibt es hier ein Eltern-Kind-Zimmer sowie ein behindertengerechtes Patientenzimmer mit entsprechendem Bad. Im Obergeschoss finden die Therapie- und Schulungsräume für die jungen Patientinnen und Patienten ebenso wie die Personalräume Platz. Der Grundriss der Jugendstation 1 ermöglicht nach Bedarf eine Unterteilung in zwei Behandlungsgruppen, eine Trennung nach Geschlechtern oder eine Differenzierung nach diagnostischen und entwicklungsbedingten Kriterien.
 
Die Gesamtkosten des Neubaus in Höhe von  4,3 Millionen Euro wurden durch 2,4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes mitfinanziert. Es handelt sich um eine von insgesamt 55 Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen des LVR-Klinikverbundes mit neun psychiatrischen Kliniken. Für deren Umsetzung hat die Landschaftsversammlung Rheinland ein Finanzierungspaket in Höhe von 492 Millionen Euro geschnürt. Damit schafft  der LVR zeitgemäße, zukunftsorientierte Bedingungen für die Behandlung und Therapie psychisch erkrankter Menschen.

Quelle: LVR Rheinland