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Gesundheit

Huml besorgt über zunehmende Magersucht in Bayern

Eine Barbiepuppe mit Maßband

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml ist besorgt über die steigende Zahl von Magersüchtigen im Freistaat. Etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren sind von Essstörungen unterschiedlichen Ausmaßes betroffen.

Huml betonte am Montag in München: "Betroffen sind vor allem Mädchen. Fernsehsendungen sollten nicht mit Mager-Models ein falsches Schönheitsideal vermitteln." Etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren sind von Essstörungen unterschiedlichen Ausmaßes betroffen. An Magersucht und Bulimie leiden derzeit in Deutschland geschätzt mehr als 700.000 Menschen - mit steigender Tendenz.

Huml mahnte: "Gewicht ist Leben. Wir müssen ein gesundes Körpergefühl vermitteln – ohne Extreme." Zudem sollten vor allem Eltern auf mögliche Warnhinweise achten. Die Ministerin fügte hinzu: "Die Magersucht ist keine Erkrankung von heute auf morgen, sondern ein langer Prozess, der sich schleichend ankündigt. Deshalb ist Wachsamkeit gefordert." Eltern sollten zum Beispiel hellhörig werden, wenn ihre Kinder das gemeinsame Essen ablehnen. Magersucht gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen. Die Symptome reichen vom Schwächeanfall und Kreislaufstörungen bis hin zu Nierenversagen und Herzstillstand. Etwa jeder siebte Magersüchtige stirbt an den Folgen.

In vielen Städten gibt es spezialisierte Beratungsstellen für Ess-Störungen. Ein Beispiel ist der Verein ANAD in München. Das Bayerische Gesundheitsministerium setzt zudem auf Vorsorge. So hat es eine Ausstellung zum Thema Magersucht mit dem Titel „Der Klang meines Körpers“ initiiert. Das Zentrum für Prävention und Gesundheit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verleiht die Exponate bayernweit für die Präventionsarbeit an Schulen, Beratungsstellen und Jugendeinrichtungen.

Weitere Informationen gibt es auch unter: www.zpg-bayern.de/ess-stoerungen.html 

Quelle: Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 24.03.2014

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