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Tag der Kinderhospizarbeit

Diakonie: Corona darf Kinderhospizarbeit nicht gefährden

Tropf im Krankenhaus
Bild: © sudok1 - fotolia.com

Die Diakonie Deutschland hält es für unverzichtbar, die hospizliche Begleitung schwer kranker Kinder und ihrer Familien auch unter Pandemie-Bedingungen gut zu sichern. Anlässlich des jährlich am 10. Februar stattfindenden Tag der Kinderhospizarbeit fordert die Diakonie Deutschland angesichts der Corona-Pandemie, den Schutzschirm für stationäre Hospize zu verlängern, um diese finanziell zu sichern sowie Mitarbeitende und freiwillig Engagierte in der Kinderhospizarbeit bevorzugt zu impfen.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Sterbenskranke Kinder und ihre Familie brauchen auch in der Corona-Pandemie die gute hospizliche Begleitung, die sie sich wünschen. Unerlässlich ist daher, den Schutzschirm für stationäre Hospize zu verlängern um diese finanziell zu sichern. Die Kinderhospizarbeit muss die Familien auch auf neuen Wegen erreichen. Denn: Aus Angst vor Ansteckung und davor, das erkrankte Kind zu gefährden, verzichten viele Eltern auf die eigentlich so dringend benötigten hospizlichen Hilfen. Wir dürfen schwer kranke Kinder und ihre Familien jetzt nicht alleine lassen. Deshalb müssen digitale sowie telefonische Angebote ausgebaut werden, um die Kinder und ihre Familien auch mit Distanz verlässlich und gut begleiten zu können.

Persönliche Kontakte, beispielsweise der Besuch durch Ehrenamtliche zuhause, sind aber gerade in dieser existenziellen Situation wichtig und müssen auch weiterhin möglich sein, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Deshalb sind Mitarbeitende und freiwillig Engagierte in der Kinderhospizarbeit bevorzugt zu impfen und überall ein Höchstmaß an Schutzmaßnahmen und -ausstattung zu garantieren. Die dafür anfallenden Mehrausgaben - aber auch beispielsweise Kosten für digitale Endgeräte - müssen bei der Förderung durch die Krankenkasse berücksichtigt werden. Weder finanzielle Gründe noch die Angst vor einer Ansteckung dürfen der Begleitung und dem würdevollen Sterben der Kinder im Wege stehen."

Weitere Informationen

Informationen zum Tag der Kinderhospizarbeit sind zu finden auf den Seiten des Deutschen Kinderhospizverein e.V. 

Außerdem widmet sich auf den Seiten der Diakonie ein Themenschwerpunkt der Hospizarbeit und Palliativversorgung und ein Ratgeber zur Hilfe für schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige steht zur Verfügung.

Ein Interview mit Irene Müller, Geschäftsführerin der mission:lebenshaus gGmbH, die das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich betreibt, und Vorstand des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. ist, berichtet über deren Arbeit und die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

Quelle: Diakonie Deutschland vom 09.02.2021

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