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Gesundheit / Digitalisierung und Medien

DHS-Fachkonferenz thematisiert Digitalisierung in der Suchthilfe

Eine Frau sitzt bei einem Mann im Beratungssgespräch und stützt den Kopf auf die Hand.
Bild: © Photographee eu - fotolia.com

Wie verändert sich die Begleitung, Beratung und Behandlung von Suchtkranken durch den digitalen Wandel? Welche neuen Möglichkeiten der Ansprache von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ergeben sich durch die Digitalisierung? Die 58. Fachkonferenz SUCHT der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) thematisierte Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe.

Smartphone, Internet und Co. haben unser Leben grundlegend verändert. Der digitale Wandel betrifft nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche und damit auch zahlreiche Arbeits- und Kommunikationsprozesse in der Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe. Ob Apps in der Suchtberatung oder Suchtprävention mit sozialen Medien – Methoden, die vor wenigen Jahren noch wie ferne Zukunftsmusik klangen, gehören heute vielerorts zum Arbeitsalltag von Suchtberater/-innen, Suchtmediziner/-innen und Suchttherapeut(inn)en.

Die 58. Fachkonferenz SUCHT der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) greift unter dem Titel „#Suchthilfe #Digital“ aktuelle Entwicklungen in der Arbeit mit Abhängigkeitserkrankten auf. „Es gilt, die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen und die Risiken ernstzu nehmen. Das Digitale kann und darf den persönlichen Kontakt nicht komplett ersetzen. Die DHS setzt sich dafür ein, die Beratung und Behandlung von Menschen mit Suchtproblemen fortlaufend qualitativ weiterzuentwickeln“, betont Christina Rummel, Referentin für Grundsatzfragen und stellvertretende Geschäftsführerin der DHS.

Über 300 Suchtexpert(inn)en aus Wissenschaft und Praxis, Mitglieder von Sucht-Selbsthilfe-gruppen sowie Vertreter/-innen von Verbänden und Leistungsträgern diskutierten vom 9.-11. Oktober in Augsburg die Möglichkeiten und Herausforderungen des digitalen Wandels in der Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe. In Fachvorträgen und Foren setzen sie sich mit den Folgen der digitalen Transformation auseinander.

Hintergrund

Alkohol, Tabak, Medikamente, illegale Drogen, pathologisches Glücksspielen und internetbezogene Stö-rungen -süchtiges Verhalten hat viele Ausprägungen und betrifft zahlreiche Menschen in Deutschland. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), der Dachverband der bundesweit in der Suchtkranken-hilfe und Suchtprävention tätigen Organisationen, verfolgt das Ziel, Menschen über suchtbezogene Probleme zu informieren, zu beraten und auf Hilfeangebote aufmerksam zu machen.

Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen vom 07.10.2019

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