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Gesundheit / Coronavirus

Deutscher Landkreistag zum Coronavirus: Pflicht, nicht Kür

Eine Gruppe von Menschen geht an einem Sommertag über einen Zebrastreifen
Bild: © connel_design - Fotolia.com

Der Deutsche Landkreistag wirbt vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie für eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung für notwendige Maßnahmen der Gesundheitsämter in den Landkreisen und Städten. Er appellierte an Organisationen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger auf verzichtbare Treffen, Termine oder Zusammenkünfte mit einer großen Anzahl von Menschen auch tatsächlich zu verzichten.

Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Landrat Reinhard Sager sagte: „Wir befinden uns noch ziemlich am Anfang der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland, etwa im Vergleich zu Italien. Umso entschlossener müssen wir diesen Zeitvorsprung nutzen, um durch eine Verlangsamung der Ausbreitung unsere Kapazitäten im Gesundheitswesen gut zu nutzen und nicht zu überfordern. Dazu gehören die Absage von größeren Veranstaltungen, die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens und ein vernünftiger Umgang mit dienstlichen Verpflichtungen. Jede Organisation, jedes Unternehmen, jede Bürgerin und jeder Bürger sollten auf verzichtbare Treffen, Termine oder Zusammenkünfte mit einer großen Anzahl von Menschen auch tatsächlich verzichten. In diesen Zeiten gilt die Pflicht und nicht die Kür.“

Vor allem müsse laut Sager das Augenmerk auf dem Schutz der besonderen Risikogruppen liegen: „Dazu zählen ältere Menschen ebenso wie Personen mit relevanten Vorerkrankungen. Auf diese sollten wir uns konzentrieren und uns nach Kräften bemühen, dass das Virus diese Menschen in unserem Umfeld, im Büro, in der Nachbarschaft und in der Familie nicht erreicht. Wir sollten deshalb unsere älteren Mitmenschen und beispielsweise Großeltern im Sinn haben, wenn es um die ständige Handhygiene geht.“

Es gelte vor diesem Hintergrund, den örtlichen Gesundheitsämtern den Rücken zu stärken, die beispielsweise zu entscheiden haben, welche Veranstaltungen abgesagt werden müssten und welche nicht. „Hier erfahren die Landkreise und Städte derzeit von Seiten des Bundes und der Länder viel Unterstützung. Generell muss es darum gehen, dass sich insbesondere die Länder eng über diejenigen Schritte verständigen, die bundesweit einheitlich und zeitlich koordiniert erfolgen müssen. Eine klare Kommunikation der verschiedenen staatlichen Ebenen untereinander ist hier ebenso von zentraler Bedeutung wie eine transparente, zuverlässige und regelmäßige Information der Bevölkerung.“ Es gehe in diesen Tagen und Wochen auch darum, die wirtschaftlichen Folgen zielgerichtet abzufangen und Handwerker, Gastronomen und weitere betroffene Firmen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen, so Sager.

Quelle: Deutscher Landkreistag vom 12.03.2020

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