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Gesundheit

dbb jugend: Flächendeckendes Gesundheitsmanagement in Bund, Ländern und Gemeinden aufbauen

Mit Blick auf die aktuelle Debatte über längere Lebensarbeitszeiten hat die dbb jugend den flächendeckenden Aufbau eines Gesundheitsmanagements in den Verwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden gefordert. „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, Forderungen nach längeren Lebensarbeitszeiten und alternden Belegschaften muss im öffentlichen Dienst deutlich mehr getan werden, um die Verwaltungen fit für die Anforderungen der Zukunft zu machen“, sagte die dbb jugend Vorsitzende Sandra Hennig in Berlin.

„Neben der fachlichen Kompetenz sind es vor allem die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigen, die die Motivation und Leistungsfähigkeit und damit die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes insgesamt tragen.“ Noch erreichten auch im öffentlichen Dienst tatsächlich viel zu wenige Beschäftigte die heute geltende Alternsgrenze von 65 Jahren, gab Hennig zu bedenken.

Es liege daher im gemeinsamen Interesse von Arbeitgebern, Dienstherren, Gesellschaft und Beschäftigten, das Gesundheitsmanagement in den Verwaltungen zu optimieren. „Es wird immer deutlicher, dass ein ausschließlich expertenorientiertes und vorrangig auf technische Lösungen fixiertes Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzept nicht als Lösung für die anstehenden Gestaltungsaufgaben taugt“, kritisierte Hennig und forderte: „Der Prävention muss ein Vorrang vor bloßer reaktiver Rehabilitation eingeräumt werden. Nur der Aufbau eines flächendeckenden Gesundheitsmanagements in den Verwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden mit Schwerpunkt auf der betrieblichen Gesundheitsförderung kann die notwendigen nachhaltigen Erfolge sicherstellen“, so die dbb jugend-Chefin.

„Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, psychische Belastungen, Bewegungsmangel, Bildschirmtätigkeit - betriebliches Gesundheitsmanagement muss gezielt Angebote schaffen, die gesunde Lösungen für diese Probleme bieten. „Prävention muss die Beschäftigten dort abholen, wo sie sich in ihrem individuellen Arbeitsumfeld tatsächlich befinden“, sagte Hennig, „und sich insbesondere um die Voraussetzungen altersgerechten Arbeitens kümmern.“

Quelle: dbb jugend